
Am Donnerstag, dem 10. September, öffnet die Wormser Teddyklinik, von 15 bis 17.30 Uhr, ihre Türen wieder für Kinder und ihre Kuscheltiere im Foyer Haus 2 des Wormser Klinikums. Organisiert und begleitet wird das Projekt von den Medizinstudierenden im Praktischen Jahr des Klinikums Worms.
Um den Ablauf eines Krankenhausbesuches einmal mitzuerleben und dabei spielerisch potentielle Bedenken oder Ängste vor dem Arzt zu verlieren, können Kinder im Kita- bis Grundschulalter in das Teddybärenkrankenhaus kommen. Dort untersuchen sie gemeinsam mit den Medizinstudierenden in ihrer Funktion als Teddydocs ihre Kuscheltiere.
Wie auch bei einem „normalen“ Arztbesuch üblich beginnt alles im Wartezimmer, wo die Kinder samt ihren Plüschtieren von den Teddydocs abgeholt werden, um dann – je nachdem woran der Teddy, das Plüschpferd oder die Kuschelkatze leidet – verschiedene Behandlungsstationen zu besuchen: Muss der Teddybär mit Bauchschmerzen ins MRT? Muss bei dem erkälteten Kuschelhund dringend Fieber gemessen werden oder braucht der Lieblingshase dringend eine Impfung?
Die Kuscheltiermamas und -papas dürfen natürlich tatkräftig bei der Diagnosefindung helfen, ganz gleich, ob es sich nun um das Abhören des Hundeherzchens mit dem Stethoskop oder das Begutachten eines Röntgenbildes bei gebrochenem Tigerbein handelt. Auch beim gemeinsam entworfenen Behandlungsplan dürfen die Kinder teddyärztlich tätig werden und beispielsweise ein Pflaster auf die verwundete Bärenpfote kleben, einen Verband um den angeknacksten Pferdehuf wickeln oder eine Impfung verabreichen.
Im Anschluss geht es dann noch in die Apotheke, wo den plüschigen Patienten nach der ersten Behandlung im Krankenhaus noch ein Schmerzwegbonbon oder Vitamine zur Genesung verschrieben und Rezepte eingelöst werden können. Und selbstverständlich gibt es abschließende eine wohlverdiente Tapferkeitsurkunde.
Ziel dieses Projektes ist es Kindern durch das Miterleben eines Arztbesuches mit medizinischen Behandlungen, ohne selbst Patient zu sein, spielerisch die Angst zu nehmen und Vertrauen aufzubauen. Die Kinder können Fragen stellen und selbst als Behandler tätig werden – immer in Begleitung und Bezug zu einem wichtigen Wegbegleiter in Form ihres Kuscheltieres.
Der Vormittag ist speziell für angemeldete Kindergartengruppen reserviert, die in kleinen Teams ihre Stofftierpatienten vorstellen. Ab 15 Uhr sind alle interessierten Kinder mit ihren Eltern herzlich eingeladen, mit ihren Kuscheltieren vorbeizukommen. Für den Besuch in der „Teddyklinik“ sollten die Kinder ein Kuscheltier mitbringen und sich eine kurze Geschichte überlegen, weswegen dieses an dem Tag zum Arzt muss (z.B. Bauchschmerzen oder vom Klettergerüst gefallen).