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  • Di., 17. März 2015, 15:38 Uhr
    Unternehmer-Forum der Sparkasse Worms-Alzey-Ried und der Notarkammer Koblenz

    "Was wäre, wenn heute Morgen wäre?"

    Unternehmensberater Thomas Minks konnte mit spannenden und verständlichen Beispielen aus seiner Praxis auf die vielschichtige Problematik der Unternehmensnachfolge hinweisen und Lösungsansätze aufzeigen. Foto: Karolina Krüger

    Diesen Titel trug das Unternehmer-Forum der Sparkasse Worms-Alzey-Ried am Montagabend, das in Kooperation mit der Notarkammer Koblenz in der Hochschule Worms stattfand. Das Thema Unternehmensnachfolge wurde aus rechtlicher, steuerlicher sowie erbrechtlicher Warte aus beleuchtet und hielt einige Überraschungen für die Zuhörer bereit. Vorstandsmitglied der Sparkasse Norbert Zubiller führte mit prominenten Beispielen aus der Wirtschaft in die umfassende Thematik ein und Justizrat Dr. Wolfgang Litzenburger von der Notarkammer Koblenz wies überzeugend auf die durch das neue europäische Erbrecht entstandenen Veränderungen hin. Demnach gilt das Erbrecht des Landes, in dem man stirbt, es sei denn, man hat notariell etwas anderes geregelt.


    Als Hauptredner konnte die Sparkasse Thomas Minks gewinnen, der, als Geschäftsführer der Ventus Consult GmbH großen Einblick in die gestalterischen Möglichkeiten bei Unternehmensübertragungen hat. Nach aktuellen Schätzungen steht in den Jahren bis 2018 bei rund 135.000 Familienunternehmen die Übergabe an, die ohne rechtzeitige Regelungen existenzbedrohend werden kann. Er verstand es, deutlich zu machen, in welchem Umfang man testamentarische Vorsorge und die über Generationen hinaus erarbeiteten Werte erhalten und schützen kann. Im oft undurchsichtigen Geflecht von privatrechtlichen Vorschriften, Steuerrecht und Erbschaftsrecht braucht es kompetente Partner, um Firmen vor ungewollten Erbfolgen und deren Auswirkungen schützen zu können.


    Nur etwa 23 Prozent der Deutschen haben ein Testament, davon sind nur 3 Prozent aktuell und sinnvoll. Viele Testamente wurden irgendwann verfasst, aber nie den neuen Gegebenheiten, wachsenden Firmenwerten oder sich veränderten Familienstrukturen angepasst und erfüllen dadurch ihren Zweck oft nicht mehr. Gestaltend tätig werden sollten alle, die sicher Vermögen auf die nächste Generation übertragen wollen, ohne dass diese unter einer zu hohen Steuerlast oder Erbstreitigkeiten leiden muss.  Notare, Steuerberater und die Sparkasse arbeiten dafür Hand in Hand, um mit ihren Kunden in individuellen Testamenten die optimale Lösung zu finden.


    Zum Abschluss der Veranstaltung lud Norbert Mees, ebenfalls Sparkasse Worms, zu ersten Beratungsgesprächen und  einem kleinen Buffet ein.



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