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  • So., 01. September 2013, 19:42 Uhr
    18 Mannschaften kämpften am Sonntagnachmittag vor hunderten von Zuschauern im Floßhafen um den begehrten Pokal

    Wassersportverein siegt beim Fischerstechen

    Das traditionsreiche Fischerstechen lockte am Sonntag viele Zuschauer in den Floßhafen. Foto: gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Das Fischerstechen ist eine der großen und traditionsreichen Veranstaltungen im Rahmen des Backfischfestes. Am Sonntagnachmittag um 14 Uhr war wieder soweit und 18 Mannschaften kämpften vor einigen hundert Zuschauer bei strahlendem Sonnenschein im Floßhafen um den begehrten Pokal. Den Auftakt machte - wie jedes Jahr - der zunächst verbale Wettstreit von Bauer und Bäuerin, der schließlich "eskalierte" und dazu führte, dass beide klitschnass im Wasser landeten. Danach wurde es ernst und die Drei-Mann-Teams der 18 Mannschaften aus zwei Paddlern und einem "Stecher" stiegen in die schweren Nachen.  Zunächst wurde ein Vor-Quailifikation aus vier Crews ausgetragen, bis das 16er Feld feststand und die Vorrunde in Form eine ko-Runde anstand. In der Vorrunde gab es gleich eine riesige Überraschung, den der Sieger von 2011 und 2012, der SSC Trappenberg, schied gegen die Naturfreunde aus. Ohne Chance auch die Fischerwääder gegen den Poseidon. Nun ging es Schlag auf Schlag und ein Stecher nach dem anderen landete im Wasser, bis die Zwischenrunde aus acht Mannschaft ausgetragen wurde.

    Zum Regelwerk hier vielleicht so viel. Die normale Kampfzeit beträgt sieben Minuten. Hier fahren die Nachen so lange aufeinander zu und die Kontrahenten versuchen sich ins Wasser zu stoßen, bis ein Stecher im kühlen Nass des Floßhafens landet. Sollte nach sieben Minuten noch keine Entscheidung gefallen sein, gibt es eine Verlängerung, bei der dann auch Aktivitätspunkte vergeben werden, um eine Sieger zu ermitteln. Erlaubt ist das Stoßen oder Stechen mit der Lanze, an deren Spitze sich ein Ball befindet, nur oberhalb der hüfthohen Schärpe auf den Oberkörper des Gegners. Auch Stöße auf das Gesicht sind untersagt. Keine leicht Aufgabe für die Jury, jedes "Duell" richtig zu bewerten. Bei einigen Begegnungen stellte sich die Frage, war die Attacke noch regelkonform oder nicht mehr. Kein Wunder, dass es auch am Sonntag wieder einige knifflige Entscheidungen gab.

    Doch zurück zum Wettstreit auf dem Wasser. Nach Vor- und Zwischenrunde stand das Halbfinale der besten vier Teams an. Hier standen sich die IG Fischerstechen und die Naturfreunde im ersten Duell und im zweiten der Wassersportverein und der Kanuverein gegenüber. Jetzt wurde es spannend und alle Zuschauer feuerten "ihre" Mannschaft lautstark an. Schließlich waren es Naturfreunde und der Wassersportverein, die sich nach gut zweieinhalb Stunden im großen Finale gegenüberstanden. Nach heftigen "Gefechten" und Chancen auf beiden Seiten war es schließlich der Wassersportverein, der als Sieger feststand und glücklich den Pokal in dne Händen hielt.[nggallery id=189]

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