So., 06.09.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Sa., 01. Oktober 2022, 08:12 Uhr
    AUS DEM STADTRAT II: Worms beantragt Fördermittel des Bundes für zweiten Bauabschnitt

    Wassertiefe sorgt für Disput

    Eine breite Mehrheit unterstützte im Stadtrat den städtischen Antrag auf Fördermittel zugunsten des Paternusbades. Foto: Nibelungen Kurier

    Von Florian Helfert › Das marode Paternusbad soll nach dem Willen des Sportdezernenten Timo Horst erhalten werden. Vorgesehen ist ein energetisch optimiertes, barrierefreies und generationenübergreifendes Freibad.


    Während der erste Bauabschnitt im April des Jahres dank Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ begann, wird auch für den zweiten Bauabschnitt eine Förderung angestrebt. Das Konzept für den zweiten Bauabschnitt beinhaltet die Neuausrichtung der Beckenlandschaft, Wasserspielplatz, Schwimmmeistergebäude mit Eltern-Kind-WC, die Erneuerung der Badewassertechnik, Photovoltaikanlage sowie die Instandsetzung und Erneuerung der technischen Anlagen in der Außenanlage. 


    Die Kosten für den zweiten Bauabschnitt liegen gemäß aktueller Schätzung bei über 4,9 Millionen Euro netto. Die förderfähigen Kosten für den ersten Bauabschnitt liegen bei circa 1,6 Millionen Euro – für die freiwillige Leistung eines zweiten Freibades in der Lutherstadt.


    1,34 Meter in der Debatte

    Für die Freie Liste Pfeddersheim begrüßte Detlef Kettner die Pläne zwar weitestgehend, kritisierte allerdings die Wassertiefe von 1,34 Meter. Die geplante Tiefe sei weder für Kopfsprünge noch zum Erlangen des Freischwimmerabzeichens geeignet. „Der zweite Bauabschnitt serviert einen Hotelpool zum Stehen statt zum Schwimmen“, so Kettner.


    „Das oberste Ziel war und ist der Erhalt des Paternusbades“, entgegnete Marco Schreiber (CDU), denn ohne Fördermittel für die freiwillige Leistung   habe das Bad keine Zukunft. „Bin ich begeistert von 1,34 Meter? Nein – aber sollen wir die Förderung riskieren?“, fragte er rhetorisch in die Runde.


    Ludger Sauerbon aus Reihen der AfD-Fraktion empfand die Wassertiefe als gut und äußerte seine Hoffnung auf ein „prima Schwimmlernbecken“. Heidi Lammeyer (SPD) plädierte ebenfalls für die geplante Wassertiefe, um zwei Freibäder für Worms und sein Umland erhalten zu können. Und Steffen Landskron fasste für das in „Worms will weiter“ umbenannte Bürgerforum die Frage mit „alles lieber wie nichts“ zusammen.


    Dirk Beyer, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, erinnerte Kettner zum Thema genauso wie Kurt Lauer für die Grünen an vorangegangene Sitzungen. Oberbürgermeister Adolf Kessel gab zu Protokoll, dass der vorberatende Ausschuss einstimmig votiert hatte.


    Banges Hoffen auf zweite Förderzusage

    „Worms braucht ganz viel Glück und Unterstützung“, so Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst, „um in das genannte Förderprogramm des Bundes aufgenommen zu werden“. Schon allein aus Rheinland-Pfalz bewerben sich ihm zufolge 100 Kommunen. Die Wassertiefe von 1,34 Meter entspricht laut Freizeitbetrieben der Grenze zwischen Nichtschwimmer- und Schwimmerbecken. Dennoch besteht die Chance eines tieferen Beckens: nämlich über Nachverhandlungen mit dem Bund, sofern der zweite Bauabschnitt des Paternusbades überhaupt – wie erhofft – gefördert werden sollte.


    Bei nur einer Gegenstimme und drei Enthaltungen beschloss der Stadtrat mit großer Mehrheit die Vorlage der Verwaltung.

    Beitrag aus der Rubrik

    » Worms und Ortsteile
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige AmtsblattAnzeige Tip SüdhessenAnzeige Cecil Cycle KN18256
    Anzeige das WormserAnzeige Klinikum Worms - Tag der offenen TürAnzeige Ticketshop