FUSSBALL: Pfeddersheim rutscht nach Auswärtsniederlage auf den letzten Platz
Wechsel der Roten Laterne
Kurz nach der Pause konnte Ryuij Matsumura den Ausgleich für die TSG erzielen. Archivfoto: Felix Diehl
Von Marcus Diehl › Vor dem Spiel stand Alemannia Waldalgesheim am Tabellenende und die TSG Pfeddersheim auf dem 17. Platz. Neunzig Minuten später tauschten beide Teams ihre Tabellenplätze. Die TSG Pfeddersheim setzte die Partie mit einer 1:2-Niederlage in Waldalgesheim in den Sand. Was seine Mannschaft in der ersten Hälfte zeigte, war überhaupt nicht im Sinne von Trainer Mario Cuc. Zu groß war wieder einmal der Unterschied zwischen einer Heimpartie und dem Auftreten in der Fremde. Sein Team war überhaupt nicht auf dem Platz.
Trainer Mario Cuc: „Die ersten Minuten waren wir nicht schlecht in der Partie. Dann machten wir einen ganz blöden Fehler bei eigenem Einwurf. Dies führte zwar zu keinem Tor, aber seit dieser Szene bekamen die Gastgeber Oberwasser und bei uns kam die Unsicherheit dazu.“ Waldalgesheim dominierte die Partie von nun an. Nur Zielwasser hatten sie auch nicht getrunken. Zum Glück für die TSG. Nur einmal durfte die Alemannia jubeln. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld standen die TSGler nur noch Spalier. Ohne große Gegenwehr konnte Tawfeeq Johnson durch zwei Pfeddersheimer durchspazieren und zu Stéphane Calange passen. Sein Schlenzer ins obere Dreieck war von der besonderen Sorte. Alles viel zu passiv, zu statisch, ohne einen Überraschungseffekt und keine Gier in den Zweikämpfen.
Klare Worte in der Halbzeit
Die Mängelliste von Trainer Mario Cuc in der Pausenbesprechung war sehr lang. „Wir haben alles angesprochen. Sie sollen die einfachen Wege gehen, nicht alles zu kompliziert machen.“ Eine Minute war gespielt und die Worte hatten ihre Wirkung gezeigt. Mit der ersten Szene in der zweiten Hälfte war die TSG im Spiel und der Ausgleich zeigte diesmal bei den Gastgebern seine Wirkung. Ryoji Matsumura stand nach dem ersten richtigen und einfach ausgespielten Spielzug plötzlich völlig frei und traf zum 1:1.
Immer mehr drohte die Partie zu kippen. Von der Herrlichkeit der Gastgeber war nicht mehr viel zu sehen. Die individuellen Fehler häuften sich. Jetzt war die TSG an der Reihe. Einige Abschlüsse wurden erzielt, eine 100-prozentige Chance war nicht dabei. Doch mit dem ersten Torschuss in der zweiten Hälfte geht Waldalgesheim dann wieder in Führung. Eine Flanke wurde von der TSG unfreiwillig verlängert und am langen Pfosten stand Pierre Merkel völlig frei. Kurz darauf hätte Eugene Dennis erhöhen können, traf aber nur den Pfosten. Sonst war nur noch die TSG mit Offensivaktionen im Spiel dabei. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich hatte Matthias Tillschneider mit dem Kopf. Der Ball ging knapp über die Torlatte.
Konzentration über 90 Minuten nötig
Auf jeden Fall wäre für die TSG etwas möglich gewesen. Dazu müsste eine konzentrierte Leistung über die komplette Spielzeit gezeigt werden. Es war jetzt nicht so, dass die Alemannia die TSG an die Wand gespielt hätte. Auch sie waren mit den letzten erzielten Ergebnissen in Zugzwang und ohne großes Selbstvertrauen. Wie Trainer Mario Cuc schon gesagt hatte, einfachen Fußball spielen, ohne große Schnörkel, die Außen mit einbinden, das Spiel breit anlegen und vor allem bei den kleinsten Fehler sich nicht aus dem Rhythmus bringen lassen.
Nächstes Spiel am Samstag um 14 Uhr
Am Samstag kommt um 14 Uhr der Regionalligaabsteiger Rot-Weiß Koblenz in das Uwe-Becker-Stadion. Nach dem Gesetz der Serie könnte ein weiterer Heimsieg für die TSG herausspringen. Der wäre auch wieder bitternötig. Wenn auswärts keine Punkte geholt werden können, liegt der Druck bei den Heimspielen. „Was mich positiv stimmt, sind die Strukturen, die jetzt langsam in der Mannschaft angekommen sind, wir sind viel stabiler hinten, wie noch vor einigen Spieltagen. Unter der Woche können wir ohne Punktspiel viel intensiver trainieren, was wir sicherlich auch machen werden. Dies ist auch ein Wunsch, der von der Mannschaft aus kommt“, freut sich Trainer Mario Cuc über das Engagement seiner Mannschaft. Genau das müssen sie jetzt auch auf den Platz bringen.