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  • Do., 21. April 2016, 23:29 Uhr
    Die Stadt präsentiert alternative Parkplätze zur Kompensation der geschlossenen Tiefgaragen und des Parkhauses am Dom

    Weckerlingplatz bald vorübergehende Parkfläche

    Das Parkhaus amDom /Koehlplatz wird ab dem 2. Mai 2016 abgerissen. Dann fallen dort die verblieben 130 Parkplätze weg. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Lage ist klar, ab dem 1. Mai 2016 wird das Parkhaus am Dom/Koehlstraße endgültig geschlossen und abgerissen. Dann fallen die dort bisher verbliebenen 130 Stellplätze auch noch weg. Spätestens am 1. September 2016, vielleicht auch schon früher,  ist auch die Tiefgarage unter dem Ludwigsplatz dicht.  Damit sind auch die dort zurzeit noch vorhandenen rund 200 öffentlichen Stellplätze weg. Die Tiefgarage an der Friedrichstraße ist für "öffentliche" Parker ohnehin schon gesperrt.

    Man kann jetzt lange darüber diskutieren, wie gut bzw. schlecht dies geplant war und was hingegen kurzfristige Baufälligkeit ist, für die niemand etwas kann. Doch dies führt nicht weiter. Die Faktenlage ist nun mal so. Jetzt gilt es die Krise zu meistern. Und dies möglichst ohne große Einbußen für den Einzelhandel.

    Das neue Parkhaus am Dom mit über 300 Stellplätzen wird frühestens im Sommer 2017 fertig sein und für Entlastung sorgen.

    Krisengespräch bei der IHK

    Vertreter des Einzelhandels und der Stadt Worms haben sich am Donnerstagnachmittag zu einer Art Krisensitzung getroffen, um Möglichkeiten zu diskutieren, wie Ersatzmöglichkeiten für die weggefallenen Parkplätze geschaffen werden können. Im Anschluss an die Sitzung informierte Oberbürgermeister Michael Kissel die Presse. Einigkeit, so der Stadtchef, sei erzielt worden, dass man keine Panikstimmung verbreite, sondern versuche die missliche Lage zu meistern. Es gelte die Attraktivität von Worms als Einkaufsstadt zu erhalten.

    Ersatzparkfläche in der Prinz-Carl-Anlage

    Ab August 2016 sollen in der Prinz-Carl-Anlage rund 340 Stellplätze entstehen. Die einzige Einschränkung, die der Oberbürgermeister machte, war, dass die Stadt gerade mit einem Investor verhandele, der dort vielleicht bauen und hochwertige Arbeitsplätze schaffen möchte. Sollte sich dies realisieren lassen, müsste der Ersatzparkplatz auf 250 Plätze verkleinert werden. Von der Prinz-Carl-Anlage, sei die City in 20 Minuten zu erreichen, so der Stadtchef.

    Parkfläche am Rhein

    Auf dem ehemaligen Sportplatz der "Freien Turner" neben der Rheinbrücke solle ein Ersatzparkplatz mit mehreren hundert Abstellbuchten entstehen. Von dort bestehe eine Busanbindung in die Innenstadt. Die Taktzeiten sollten eventuell erhöht werden. Dies Parkplätze seien weniger für Kunden des Einzelhandels als vielmehr für Arbeitnehmer gedacht, die in der City arbeiteten, so Michael Kissel.

    Geprüft werde derzeit auch, ob die Parkplätze, die am Pfingstmarkt und während des Backfischfestes neben der Kisselswiese genutzt werden, für Parker das ganze Jahr über geöffnet werden.

    Weckerlingplatz ja, Marktplatz nein

    Der Weckerlingplatz soll ab Sommer 2016 zum Parken frei gegeben werden. Dies bringe zwischen 20 und 30 Stellplätzen. Der Markplatz werde hingegen, so Der Oberbürgermeister, nicht als Parkplatz zur Verfügung gestellt. Am Fischmarkt soll alles so bleiben wie bisher. Dies bedeutet, es können dort weiter Autos abgestellt werden, eine regulärere Parkfläche wird es aber nicht geben. Geprüft werde hingegen, ob der Schlossplatz als Parkraum genutzt werden kann. Ebenso verhält es sich mit dem Parkbereich vor der Jahnwiese, auch diese könne zukünftig als Parkraum genutzt werden.

    Parkhäuser Privater nutzen

    Eine weitere Überlegung war am Donnerstagnachmittag die Parkhäuser und Tiefgaragen  von privaten Unternehmen in der Wormser Innenstadt am Samstag für öffentliche Parker zugänglich zu machen. Der Oberbürgermeister nannte hier keine Namen, aber es lässt sich leicht ausrechnen, dass damit die Kapazitäten von EWR, Volksbank und Sparkasse gemeint waren.

    Kurzstrecken-Ticket

    Um die Akzeptanz der Busse zu erhöhen, wurde auch angedacht, ein Kurzstrecken-Ticket einzuführen, also etwa für zwei, drei Stationen, wie dies in vielen anderen Städten schon praktiziert wird.

    Überlegungen, um Menschen zum Umsteigen auf das Fahrrad zu bewegen, gab es leider noch keine. Doch vielleicht kommt dies ja noch.

     

     

     

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