HAUPT- UND FINANZAUSSCHUSS: Einstimmiges Votum für Änderung zur Erhaltung von Artenvielfalt
Weg frei für Insektenschutzbeauftragten
Der künftige Insektenschutzbeauftragte soll auch die Artenvielfalt im Blick haben, um dem Rückgang von Bestäubern, wie den Wildbienen, zu denen die Hummel gezählt wird, entgegenwirken zu können. Foto: Steffen Heumann
VON STEFFEN HEUMANN | Einstimmig empfahl der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch dem Stadtrat einer Änderungssatzung zur Änderung der Hauptsatzung zuzustimmen, um dem Wunsch der Abteilung für Umweltschutz und Landwirtschaft gemäß, eine Stelle für einen ehrenamtlichen Beauftragten für den Insektenschutz zu schaffen. „Der Bestand von Wespen, Honigbienen und Wildbienen ist aufgrund gravierender umweltbelastender Faktoren in großer Gefahr“, so die Verwaltung in ihrer Begründung. Nur durch fachliche Aufklärung und Hinweise von Sachverständigen erfahre die Wormser Bevölkerung, wie sie sich im Umgang mit den Insekten verhalten müsse, diese schützen könne, um damit einem Populationsrückgang entgegenzuwirken.
Als Aufwandsentschädigung für den gesamten Stadtkreis soll als monatliche Pauschalvergütung 150 Euro angesetzt werden. Das ehrenamtliche Engagement der/des Beauftragten für den Bienenschutz soll durch die Gewährung einer Aufwandsentschädigung als Ausgleich für die mit der ehrenamtlichen Tätigkeit verbundenen finanziellen Belastungen honoriert werden. Kosten entstehen der/den Beauftragten beispielsweise durch Kraftstoffaufwendungen für Beobachtungsfahrten, Beratung, Einsendung von Proben, Verteilung von Blütenmischungen, aber auch Telefongebühren.
Christian Engelke, Bündnis 90/Die Grünen, begrüßte das Vorhaben ausdrücklich. „Ein Beitrag zur Erhaltung der Bio-Diversität“, ergänzte Engelke der die Ergebnisse der Arbeit einen Indikator dafür sieht, wie es um die Umwelt bestellt ist. „Im Worms-Plan ein wichtiger Baustein“, lobte auch Timo Horst, SPD, die Entscheidung. CDU und SPD hätten das Vorhaben für eine nachhaltige Entwicklung zu sorgen von Anfang an mitgetragen. Insgesamt sei Worms in diesem Bereich auf einem guten Weg, wie Horst betonte.