
Von Marcus Diehl › Der SV Leiselheim startet nach seiner Rückkehr im letzten Jahr in seine zweite Saison in der A-Klasse Alzey-Worms. Anfang Juni konnte der Klassenerhalt gefeiert werden. Jetzt, nach vier absolvierten Spieltagen, steht die Mannschaft wieder einmal ohne einen erzielten Punkt am Tabellenende. Das ist noch kein Grund, nervös zu werden. In der Saison 2024–25 wurden die ersten Punkte am sechsten Spieltag gefeiert, sie sind halt Spätstarter. Auch das Auftaktprogramm hatte es in sich. Alle vier bisherigen Gegner finden sich momentan unter den ersten sechs Teams in der Tabelle.
Teammanager Marcus Konnermann: „Wenn man sich die Torausbeute von Armsheim, Mauchenheim und Monsheim anschaut, weiß glaube ich jeder, dass das harte Brocken am Anfang waren.“ Hinzu kommt noch ein weiterer, ganz wichtiger Aspekt. Statt groß in Neuzugänge zu investieren, setzt der Verein auf die Jugend. Auf zwei Mannschaften verteilt, wurden im Sommer zehn junge Fußballer aus der eigenen A-Jugend in den Aktivenbereich übernommen. Die sportliche Leitung und die Trainerteams haben sich zusammengesetzt und allen war sofort klar: Dies wird unser Weg für die Zukunft sein.
Wenn ein Verein die Jugendarbeit macht, wäre es schon fahrlässig, den jungen Akteuren nicht eine Chance zu geben, sich zu beweisen. Für den Teammanager spielt es eine große Rolle, dass die Zusammenarbeit zwischen den A-Junioren und den zwei Aktiven-Mannschaften reibungslos funktioniert. Genau das gelingt bisher hervorragend. „Es gehört viel Mut dazu, da dieser Weg auch schnell eine Klasse tiefer führen kann, aber dessen sind wir uns bewusst und mutig sind wir allemal“, so Marcus Konnermann. Behutsam und bedacht werden die Jungs herangeführt, wobei in den vier Saisonspielen schon fünf Spieler in der A-Klasse zum Einsatz kamen.
Insgesamt ist der Altersdurchschnitt nicht sehr hoch. Es ist ein junges Team mit dem neuen Trainer Carsten Klöter an der Außenlinie. Viele Dinge müssen sich noch einpendeln und finden. Dann ist es nicht verwunderlich, dass der erneute Klassenerhalt als Saisonziel auserkoren wurde. Mit dem Zusatz, dass er etwas früher klargemacht werden soll als letztes Jahr. Wenn sich dann Jahr für Jahr eine kleine Verbesserung abzeichnet, möchte der SV Leiselheim irgendwann einmal ein sportlich attraktiver A-Klasse-Verein werden. Sich peu à peu etablieren und in der Liga zum Stammpersonal gehören. Eine gute und vernünftige Vereinspolitik.
Am letzten Sonntag war das Spitzenteam TuS Monsheim zu Gast. Die Partie endete mit dem zu erwartenden Ergebnis. Die Gäste entführten mit 1:3 die drei Punkte. Der TuS war klar tonangebend und bestimmte den Rhythmus. Doch so ganz chancenlos war der SV nicht in der Partie. In manchen Situationen fehlte noch das gesunde Selbstvertrauen, wie auch bei den wenigen herausgearbeiteten Torgelegenheiten. Genauso war eine kleine Hemmung im Zweikampfverhalten festzustellen. Alles Dinge, die einem jungen Team am Anfang der Saison, wo sich die Spieler noch in der Lernphase befinden, zugutezuhalten sind.
Marcus Konnermann: „Aber auch die erfahrenen Spieler machen diese Dinger nicht. Dann kannst du gegen Teams wie Monsheim noch nicht bestehen. Wir sind aber guter Dinge, dass dies sich bald ändert.“
Am heutigen Samstag geht es um 18 Uhr zur TSG Pfeddersheim II, die nach zwei Siegen am Sonntag in Rheindürkheim das erste Mal verloren hat. Geduldig sein, den jungen Spielern Fehler zugestehen, Rückschläge verkraften und diesen eingeschlagenen Weg konsequent betreiben. Dann ist es um den SV Leiselheim auch in der Zukunft gut bestellt.