
Seelische Gesundheit betrifft alle Menschen. Doch gerade in belastenden Lebenssituationen ist es nicht immer einfach, den richtigen Ansprechpartner oder ein passendes Unterstützungsangebot zu finden. Unter dem Motto „Von Resilienz bis Recovery – Wege zur seelischen Gesundheit“ hatte die Koordinierungsstelle Gemeindepsychiatrie des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung Alzey-Worms deshalb zu einem Informations- und Mitmachtag eingeladen. Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Ersten Kreisbeigeordneten Christoph Burkhard.
„Stress ist ein wichtiges Thema, das fast jeden betrifft – und die damit verbundene seelische Gesundheit ist ein wichtiger Bestandteil unserer Lebensqualität. Umso wichtiger ist es, dass Menschen wissen, wo sie bei Bedarf Unterstützung finden können und dass Hilfsangebote gut miteinander vernetzt sind“, betonte Burkhard: „Mit diesem Aktionstag schaffen wir Raum für Information, Begegnung und Austausch und zeigen zugleich, wie vielfältig die Unterstützungsmöglichkeiten in unserem Landkreis sind.“
Von 11 bis 17 Uhr konnten sich die Besucherinnen und Besucher beim „Markt der Möglichkeiten“ über unterschiedliche Beratungs-, Unterstützungs- und Selbsthilfeangebote informieren und direkt mit Fachstellen und Einrichtungen ins Gespräch kommen. Ergänzt wurde das Programm durch Vorträge und Workshops zu Themen wie Resilienz, Stressbewältigung, Online-Coaching, Behandlung und Selbsthilfe.
„Unser Ziel ist es, Menschen Orientierung zu geben und ganz konkret zu zeigen: Wo bekomme ich Hilfe, wenn es mir selbst oder einem Angehörigen nicht gut geht? Welche Angebote gibt es und an wen kann ich mich wenden?“, erläuterte Berit Kohlhase-Griebel, Leiterin des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung Alzey-Worms: „Ein solcher Tag lebt aber vor allem von einem starken Netzwerk. Deshalb gilt unser besonderer Dank allen Netzwerk- und Kooperationspartnern, die sich eingebracht haben und mit ihrer Fachkompetenz dazu beitragen, dass Unterstützung dort ankommt, wo sie gebraucht wird.“
Organisiert wurde der Aktionstag zuvorderst von Andreas Große, Koordinator Gemeindepsychiatrie im Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Alzey-Worms. Im Mittelpunkt standen neben der Information über Hilfsangebote insbesondere die Stärkung der Resilienz und der Zugang zu Selbsthilfe. „Seelische Gesundheit zu fördern bedeutet auch, die eigenen Ressourcen zu kennen, Belastungen frühzeitig wahrzunehmen und sich Unterstützung zu holen, wenn man sie braucht“, so Große.
Ein besonderer Baustein der Veranstaltung war die von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz (LZG) entwickelte „Audiotour gegen Stress“. Sie vermittelte auf anschauliche Weise Impulse für einen bewussteren Umgang mit Stress und für mehr Entlastung im Alltag. Auch über den Aktionstag hinaus können sich Interessierte mit dem Thema auseinandersetzen.
Die Wanderausstellung im Foyer der Kreisverwaltung ist noch bis Dienstag, dem 13. Oktober, zu sehen. Sie lädt dazu ein, persönliche Belastungssituationen im Alltag zu reflektieren, eigene Lösungswege zu entwickeln und chronischen Stress als möglichen Risikofaktor für psychische Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.
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