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Mo., 09. März 2015, 15:03 Uhr
SPD möchte in der nächsten Stadtratsratssitzung mit einer Anfrage den Bedarf für den Schul- und Vereinsschwimmsport überprüfen lassen
Wegen der Prioritätenliste der Sportförderung
Die SPD möchte den Bedarf für den Schul- und Vereinsschwimmsport in der nächsten Stadtratsratssitzung mit einer Anfrage überprüfen lassen. Insbesondere soll geklärt werden, inwieweit das Geschwister-Scholl-Bad für Schwimmvereine nutzbar ist und welche Kapazität dann noch nötig sein wird, um genügend Schwimmkurse für Grundschulen und Vereine anzubieten.
Grund für die Anfrage ist die kürzlich im Sportausschuss geführte Diskussion um die Prioritätenliste der Sportförderung. In der Aussprache waren sich alle Parteien über den hohen Stellenwert eines weiteren Lehrschwimmbeckens einig. Die Chancen auf Zuschüsse des Landes, beispielsweise im Rahmen von Förderprogrammen des Sportministeriums, seien aber aufgrund der Bausumme von mindestens 1,8 Millionen Euro ohne Nennung der Folgekosten zu Recht angezweifelt worden, so Patricia Sonek, Mitglied des Sportausschusses. Deshalb habe man letztendlich für die vordringliche Förderung des maroden Hockeyrasens, der ebenfalls dem Schulsport zur Verfügung steht und nur mit einem Zehntel der Kosten veranschlagt wurde, votiert.
Standort „Carl-Villinger-Straße“ favorisiert
Sollten sich weitere Bedarfe ergeben, favorisiert die SPD den Standort „Carl-Villinger-Straße“. Es wäre sinnvoll und aus Kostensicht günstig, hieran und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Heinrich-Völker-Bad, dann auch ein Lehrschwimmbecken anzugliedern“, ist sich der Wormser SPD-Chef Jens Guth gemeinsam mit dem Fraktionsvorsitzenden Timo Horst sicher. Hiervon könnte dann nicht nur der Schulsport in Worms profitieren, sondern natürlich auch die Vereine. Deshalb habe man bereits Kontakt zu den Schwimmsportvereinen aufgenommen, um die Vorstellungen abzugleichen. „Natürlich könnten die Vereine gegebenenfalls bei der Finanzierung mithelfen“, ist Horst überzeugt.
Der große Vorteil des von der SPD präferierten Projekts und Standorts wäre die vorhandene Infrastruktur, die dann vom städtischen Bad mitgenutzt werden könnte. „Wasser und Filtertechnik sowie Heizung mitzunutzen wäre eine kostengünstigere Alternative. Dies ist wegen der Finanzknappheit von Land und Kommunen ein wesentlicher Faktor, der bei der Mittelverteilung entscheidend sein könnte“, sind sich die Sozialdemokraten sicher.
Ob die Förderung dann über die Sportförderung des Landes oder über Schulbaumittel erfolge, müsse zwar geprüft werden. Jedoch hatte Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann bei seinem Besuch im Mai 2014 bereits angedeutet, dass nach einem politischen Konsens im Stadtrat und einer Bedarfs- und Standortanalyse das übliche Förderantragsverfahren gemäß der Schulbaurichtlinie eingeleitet werden könnten.