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  • Di., 14. Oktober 2014, 10:16 Uhr
    Über 40 Teilnehmer beim Hochheimer "Weinlesen"

    Wein, Literatur und Politik

    Zum vierten Mal hatte die SPD zum Hochheimer „Weinlesen“ eingeladen, bei der es neben einer Weinverkostung auch um Literatur rund um das Thema Wein ging.

    Als Weinkenner konnten die Genossen Friedel Lahr gewinnen, der nicht nur kompetent die Weine vorstellte, sondern auch mit der einen oder anderen Anekdote aufwarten konnte. So die Geschichte vom Betrunkenen, der mit dem Teufel Freundschaft schloss und sogar alle Geheimnisse der Hölle von ihm erfuhr. Passend zur Farbe des Teufels gab es einen Frühburgunder Rotwein vom Weingut Keller, dem ein Merlot Rosé folgte. Der Merlot ist in Rheinhessen eine relativ neue Rebsorte, die zu den Aufsteigern gehört, obwohl die Anbaufläche in Deutschland nur unter einem Prozent der Gesamtanbaufläche beträgt. Ganz anders der deutsche Riesling, der immer noch die größte Anbaufläche einnimmt. Verkostet wurde ein besonderer Abkömmling dieser Rebsorte: Das Weingut Schneickert verwendet die Trauben des Weinbergs neben der Hochheimer Bergkirche.

    Auch für Goethe war die Lage des Weines wichtig. Nicht etwa wegen des Aromas, der Sonneneinstrahlung oder der Beschaffenheit der Böden, sondern wegen der akribischen Dokumentation seines privaten Weinverbrauchs. So kann man bis heute den täglichen Genuss von Goethe nachvollziehen.

    SPD-Vorsitzende Maria Hilberg zeigte sich zufrieden mit der Veranstaltung. „Mit über 40 Teilnehmern haben wir wieder einen tollen Zuspruch erhalten“, freute sich auch Ortsvorsteher Timo Horst über das „Weinlesen“. Horst beglückwünschte Maria Hilberg zu ihrer neuen Aufgabe als stellvertretende Ortsvorsteherin und nutzte die Gelegenheit über aktuelle Hochheimer Themen zu berichten. Die Sanierung der Hochheimer Straße sei in greifbarer Nähe. Sobald das Land einen Zuschuss erteilt, könne die Maßnahme erfolgen. Allerdings sei je nach Witterungsverhältnissen erst im neuen Jahr damit zu rechnen. Dass die Sparkasse in Hochheim schließe, bedauerte Horst sehr. Er sei aber in engen Gesprächen mit dem Geldinstitut und hoffe, dass die Bargeldversorgung sichergestellt werden könne.

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