Hunderte Gäste bevölkern Höllenbrand und erleben Genuss und Gastfreundlichkeit in facettenreicher Landschaft
Weinwandern kommt wieder teuflisch gut an
Seit Jahren zu Besuch beim Weinwandern – Gäste aus den Niederlanden, die einen guten Tropfen Wein und rheinhessische Geselligkeit ebenfalls zu schätzen wissen. Foto: Steffen Heumann
VON STEFFEN HEUMANN Beim 22. Weinwandern am Höllenbrand lachte die Sonne über der Region. Ideale Voraussetzungen für die zahlreichen Weinwanderer aus Nah und Fern, um am Vatertag für Leib und Seele Gutes zu tun. „Es war eine Mischung aus Vorfreude und Wehmut”, erklärte Adolf Dahlem, Vorsitzender des Bauern- und Winzervereines bei der Eröffnung. Schließlich war es die Premiere in einer neugestalteten Weinlage, nachdem im alten Rahmen 21 Jahre lange ein tolles Fest gefeiert wurde. Das neue Flurbereinigungsgebiet biete allerdings optimale Voraussetzungen. Und das nicht nur zum Feiern, wie Dahlem betonte. Denn inzwischen hätten auch die Pflanzen Besitz vom Areal ergriffen und die Reben stünden prächtig. Sogar der Steinschmätzer sei inzwischen integriert. Mit dem Wiedehopf fühle sich eine weitere Vogelart bereits heimisch. Neben Belangen der Natur sei auch der Wirtschaftlichkeit für die Winzer Rechnung getragen worden, zeigte sich der Vorsitzende stolz und zufrieden.
„Wir lieben das Leben”, lautete der musikalische Auftakt, dargeboten durch den MGV Liederkranz. Passend hierzu kredenzte der Bauern- und Winzerverein seinen Gästen mit einem Gläschen Portugieser den traditionellen Wein im Anbaugebiet der Rotweingemeinde. Vor dem offiziellen Startschuss durch Erno Straus, nutzte der Ortsbürgermeister die Gelegenheit, um besondern treuen Gästen der Veranstaltungen aus Holland ein Dankeschön zu sagen. Ebenso wünschte Straus, dass auch die anderen Festbesucher viele weitere schöne Plätze entlang der neuen Strecke entdecken mögen. In Sachen Flurbereinigung hätten sich die Winzer nicht engstirnig, sondern fortschrittlich gezeigt und in Richtung Zukunft orientiert, erklärte Straus. Aktuell werde der zweite Abschnitt der Flurbereinigung realisiert. Wie gewohnt wandte sich Erno Straus in Versform an die zahlreichen Zuhörer und schloss mit der Feststellung, dass ein gutes Essen natürlich auch Weißwein vertrage. Hauptsache, der Wein sei vom Höllenbrand, denn der schmecke „teuflisch gut”.
Startschuss für das Weinwandern im Höllenbrand. Ortsbürgermeister Erno Straus eröffnet die 22. Auflage der beliebten Veranstaltung. Foto: Steffen Heumann
Neben der Geselligkeit und Weinfreudigkeit sei es das große Plus beim Weinwandern, dass man viele nette Leute kennenlerne, so Erno Straus gegenüber dem NK. Die Zunahme im Tages- und Radtourismus sei spürbar, wies Straus auch auf die Wichtigkeit der Autobahnanbindung hin. Ein weiterer Aspekt beim Weinwandern müsse ebenfalls Erwähnung finden, meinte Straus. Die Jugend aus der Gemeinde sei stark vertreten. Das Weinwandern ist eine generationenübergreifende Erfolgsgeschichte und fand auch in der neu gestalteten Weinlage an Christi Himmelfahrt eine Fortsetzung.