Fr., 21. Mai 2021, 13:25 Uhr
CORONA: Neue Corona-Verordnung lässt für Vereine aber viele Fragen offen
Weitere Lockerungen im Sport
Der Sportbund Rheinhessen weist darauf hin, dass ab heute, 21. Mai, die zweite Stufe der neuen Corona-Verordnung in Rheinland-Pfalz gilt. Seit Einführung der ersten Stufe am 12. Mai ist bei Inzidenzwerten unter 100 für Sportvereine Training mit Abstand wieder möglich. In der Halle gilt dabei die Vorgabe, dass alle Teilnehmer getestet sein müssen und nur eine Person pro 40 Quadratmeter Fläche erlaubt ist. Im Freien ist für maximal 20 Kinder Sport auch ohne Abstand wieder zugelassen. Neu kommt nun hinzu, dass auch für Erwachsene im Freien Gruppensport mit maximal fünf Personen aus unterschiedlichen Hausständen erlaubt wird. Zudem sind nun bei Sportveranstaltungen im Freien bis zu 100 Zuschauer erlaubt, die getestet sein müssen und feste Sitzplätze benötigen.
Am 2. Juni soll dann schon die dritte Stufe greifen, bei der die Freibäder geöffnet werden und - Inzidenzwerte unter 50 vorausgesetzt - mit Abstand Gruppensport außen mit maximal 20 Erwachsenen und innen mit maximal fünf Personen möglich ist. „Es sind für den Sport Verbesserungen. Viele Fragen bleiben aber wieder ungeklärt, was die praktische Umsetzung für die Vereine sehr schwierig macht“, kritisiert Thorsten Richter. Fragen, wer die Selbsttests der Übungsleiter kontrolliert und das negative Testergebnis bescheinigt, seien weiter offen. Darüber hinaus wäre es sinnvoll, wenn Vereinen kostenfrei Selbsttests zur Verfügung gestellt würden. „Wir sehen doch, wie wichtig Bewegung und Sport durch die lange Pandemie geworden ist. Vereinssport könnte auffangen, was zum Beispiel durch den Wechselunterricht im Schulsport nicht geleistet werden kann”, so Richter. Die Maskenpflicht bei der Ausübung von Reha-Sport bezeichnet der Sportbund als „nicht nachvollziehbare Vorgabe“, Einschränkungen im Sport im Außenbereich trotz Faktenlagen durch die Aerosolforscher unverständlich.
„Wir stehen eigentlich in einem guten Kontakt zum für Sport zuständigen Innenministerium. Doch viele Entscheidungen scheinen nur im Gesundheitsministerium zu fallen, wo der Sport offensichtlich keine Lobby hat“, kritisiert Richter, der sich für den Vereinssport weitere Öffnungsschritte und klarere sowie einfach umsetzbare Vorgaben wünscht. „Kampagnen wie unsere #stimmedessportsstärken sind letztlich unser Hilferuf als Vertreter von rund 270.000 Mitgliedern, den beängstigenden, körperlichen und seelischen Folgen der Pandemie massiv entgegenzuwirken. Sport könnte dabei eine entscheidende Rolle spielen, darf es aber durch die ganzen Vorgaben nicht im notwendigen Maße.”