Aufgrund neuester Untersuchungsergebnisse müssen wahrscheinlich alle Zwischendecken ausgetauscht werden / Längere Sperrung absehbar
Weitere Schäden an der Ernst-Ludwig-Grundschule
Die Ernst-Ludwig-Grundschule wird wohl noch länger geschlossen bleiben. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Der Schock saß tief, als Ende August 2015 bekannt wurde, dass bei Sanierungsarbeiten in der Ernst-Ludwig-Grundschule bei Teilen der Zwischendecken fehlerhaft eingezogen wurden. Das Resultat war die vorläufige Sperrung des 115 Jahre alten Gebäudes. Die 250 Schüler müssen seitdem in Räumlichkeiten der ehemaligen Staudingerschule unweit des BIZ unterrichtet werden. In Kürze erfolgt für die meisten Schüler der Ernst-Ludwig-Schule dann der Unterricht in Containern auf dem Gelände der ehemaligen Staudinger Schule. Der Aufbau und die Installierung der Technik der Container erfolgt zurzeit.
Neue Mängel
Alle Beteiligten hofften, dass nach einem Test hinsichtlich der Tragfähigkeit der Decken in der Ernst-Ludwig-Schule bald Entwarnung gegeben werden könnte und eine Sanierung zügig erfolgen würde. Die Testes waren für Ende September geplant. Doch jetzt gibt es neue, bittere Erkenntnisse, die Baudezernet Uwe Franz am Freitag gegenüber dem NK erläuterte. Demnach wurden beim Einziehen des Bodens bzw. in den Zwischendecken in der Ernst-Ludwig-Grundschule teilweise PAK-haltige Teerkorks verwendet. Bei PAK handelt es sich um Polycylische aromatische Kohlenwasserstoffe. Die Erkenntnis daraus ist, dass wohl alle Zwischendecken komplett neu eingezogen werden müssen. Zurzeit prüfe die Stadt verschiedene Varianten, wie dies umgesetzt werden könne, so der Baudezernet. Nähere Details konnte Uwe Franz noch nicht nennen. Auch ein Zeitplan steht noch nicht fest. Klar sein dürfte aber, dass die Ernst-Ludwig-Grundschule länger gesperrt sein dürfte als angenommen. Für die Schüler bedeutet dies, morgens mit dem Bus vom geschlossen Schulgebäude unweit des Rheins an die ehemalige Staudingerschule gefahren zu werden.