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Fr., 04. März 2016, 17:26 Uhr
Gut besuchte Podiumsdiskussion der Sozialdemokraten in der „Kapelle” / Über 42 Millionen Euro an Landesmitteln für den Sport
Weiterer Bedarf in Worms vorhanden
Joachim Decker, Anna Dogonadze, Jens Guth, Günter Kern und Uwe Franz standen in Sachen Sport Rede und Antwort. Foto: Felix Diehl
VON FLORIAN HELFERT | Hochkarätig mit Staatssekretär Günter Kern sowie der Olympiasiegerin Anna Dogonadze besetzt, erörterte der Sportdialog gemeinsam mit zahlreichen Vereinsvertretern unter der Moderation von Jens Guth aktuelle Herausforderungen des Wormser Sports in der Kapelle der Prinz-Carl-Anlage.
30.000 Mitglieder
„Geld kann man nie genug haben“, stellte Günter Kern im Laufe des Abends erneut fest und bezifferte allein die Ausgaben des rheinland-pfälzischen Innenministeriums auf über 42 Millionen Euro. Zusätzlich wird darüber hinaus nach Angaben des ehemaligen Faustballers der Leistungssport gefördert. „Ohne Breiten- kein Leistungssport“, resümierte der Wormser Sportdezernent Uwe Franz, um ebenfalls mit einigen Zahlen aufzuwarten. Mit insgesamt rund 30.000 Mitgliedern haben sich 110 Wormser Vereine dem Sport verschrieben. „Wir unterstützen sie, indem der Vereinssport kostenfrei Schulhallen nutzen kann oder wir die Grünpflege im Rasensport übernehmen“, so Franz weiter.
Sanierung bereitet Sorgen
Die Kosten hierfür bezifferte er auf insgesamt bis zu einer Million Euro pro Jahr. Lobte der Vorsitzende des Stadtsportverbandes Joachim Decker zunächst das rheinland-pfälzische Unikum eines bundesweit seltenen Sportfördergesetzes, kritisierte der Sportfunktionär danach eine „auf dem Papier zufriedenstellende Hallensituation“ für Worms. Sorge bereite ihm, dass absehbar Sporthallen saniert werden müssten und in der Folge dann nicht mehr zur Verfügung stünden. „Außerdem haben wir einen Bedarf an einer Halle mit einer größeren Zuschauertribüne und für unseren Wassersport an einem Lehrschwimmbecken“, berichtete Decker aus dem Sportleben der Nibelungenstadt.
Sport für jeden offen
Angesprochen auf die Flüchtlingsfrage entgegnete Decker, dass der Sport offen sei. Auf die Schnelle könne seitens der Vereine wohl kaum eine Ideallösung erwartet werden, wenn „die große Politik“ in Berlin selbst noch nach einer Ideallösung suche beziehungsweise sie umzusetzen zu versuche.
Bedrohlicher Trend
„Vielmehr ist es für uns äußerst mühsam, Vorstände neu zu besetzen“, erklärte Decker abschließend unter Verweis auf immer umfassendere Gesetze sowie der geforderten Flexibilität in der modernen Arbeitswelt. Für die Breite der Vereinswelt ein bedrohlicher Trend.