
Von Vera Beiersdörfer
Auf der Linie von Mannheim über Worms nach Mainz wird mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag, dem 10. Juni, offiziell der S-Bahn-Betrieb aufgenommen.
Nach dem barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe mit passenden Einstiegsbereichen an den Bahnsteigen sowie dem Umbau und Redesign nahezu aller eingesetzten Züge, wird die Strecke künftig in das Netz der S-Bahn Rhein Neckar als neue Linie S6 intergriert. „Für die Fahrgäste wird es zudem zu zwei weiteren Verbesserungen kommen“, erklärte Dr. Fritz Brechtel, Verbandsvorsteher Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd, während der Auftaktveranstaltung am heutigen Freitag. Ab 9. Dezember dieses Jahres wird der 30-Minutentakt auf der Gesamtstrecke eingeführt. Das bedeutet, dass die Züge dann auch an Samstagen, Sonn- und Feiertagen halbstündlich zwischen Worms und Mainz verkehren werden.
Zudem werden die heutigen, redesignten Züge im Dezember 2021 von neuen Elektrotriebwagen des Typs „Mireo“ der Firma Siemens ersetzt.

Wichtiger Mosaikstein für zukünftiges Mobilitätskonzept
Das Einfügen von Worms in das S-Bahn-Netz sei ein bedeutendes Ereignis für die Stadt, so der Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel (SPD). Die neue Linie sei ein zusätzlicher Mosaikstein, um die Metropolregion zwischen Mainz, Worms und Mannheim weiter zu stärken.
„Die Ertüchtigung der Bahnhöfe war sowohl für die Stadt als auch für die Gemeinden im Umland ein großer Kraftakt. Die Umbaukosten inklusive Bahnhofs- umfeld betrugen in Worms 37 Millionen Euro, was von der Landesregierung unterstützt wurde“, berichtete der Stadtchef.
Staatssekretär Andy Becht lobte den S-Bahn-Ausbau als richtigen Schritt hin zu einer modernen Infrastruktur im ländlichen und urbanen Raum. „Eine gute Anbindung sichert ein großes Stück Lebensqualität“. Seine persönliche kurze Verspätung sei nicht der Bahn geschuldet, sondern einem vorangegangenen Termin mit Julia Klöckner in Bad Kreuznach, scherzte Becht.
Frank Klingenhöfer, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Mitte, unterstrich, dass im Weiteren eine bessere Vernetzung der einzelnen Verkehrsträger miteinander geschehen solle. Ziel sei es, Menschen unterwegs eine möglichst komfortable Reise zu ermöglichen.
Taufe von "Worms"
Abschließend wurde einer der neuen S-Bahn-Züge nach der Nibelungenstadt benannt. Hierfür hatte die Verwaltung im Vorfeld eine Taufpatin gesucht. Voraussetzung war, dass die Wormserin regelmäßig mit der Bahn unterwegs sei. Die Wahl fiel schließlich per Los auf Sarah Feck. Die Mama einer zweijährigen Tochter freute sich, für die ehrenvolle Aufgabe ausgewählt worden zu sein. Sie sei bereits während ihrer Ausbildung mit der RB 44 (bald S6) nach Frankenthal gependelt und nutze auch heute noch täglich den Zug.
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