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Mi., 17. Dezember 2014, 15:39 Uhr
Integrationsbetrieb Friedhof baut Barrieren ab / Erster Betrieb seiner Art bundesweit
Weiterer Schritt zur barrierefreien Verwaltung
Dezernent Uwe Franz (rechts) und Ralf-Quirin Heinz (2. von rechts), Leiter des Integrationsbetriebs Friedhof, zeigen den barrierefreien Zugang zum Verwaltungsgebäude im Beisein von Mitarbeitern.
Barrierefreiheit ist auch auf den Wormser Friedhöfen ein großes Thema. Zahlreiche Wege wurden inzwischen saniert, um eine bessere Begehbarkeit, auch für mobil eingeschränkte Menschen, zu erreichen. Der Friedhofsbetrieb beschäftigt selbst 15 behinderte Menschen und ist damit der erste Integrationsbetrieb Friedhof bundesweit.
Der Zugang zu den Sozialräumen auf dem Hauptfriedhof wurde im Sommer bereits behindertengerecht umgebaut und auch das Verwaltungsgebäude hat nun einen barrierefreien Eingang, um mobil eingeschränkten Bürgern den Zugang zu erleichtern. Die Arbeiten wurden allesamt in Eigenleistung verrichtet. Friedhofsmitarbeiter Andrè Müller entfernte mit seinem Elektro-Meißel die einbetonierte Treppenstufe zur Friedhofsverwaltung und sorgte für den erforderlichen Unterbau für die Rampe am Eingang. Bei den Natursteinarbeiten stellte Auszubildende Patricia Hierse ihr handwerkliches Geschick unter Beweis. Unter Anleitung von Maurermeisters Sebastian Dorsch machte sich die Instandsetzungsgruppe des Friedhofs voller Tatkraft ans Werk und baute die niedrige, leicht zu überwindende Rampe zur Eingangstür.
„Für den Integrationsbetrieb Friedhof ist es Pflicht und Programm, die Kommunikation zwischen behinderten Menschen und der Verwaltung zu erleichtern“ betonte Dezernent Uwe Franz anlässlich der Fertigstellung der barrierefreien Friedhofsverwaltung.
Nach dem Winter werde auch das Basaltpflaster am Haupteingang, das gerade für ältere Besucher nur schwer zu begehen sei, verschwinden, erläuterte Franz. Es soll durch Betonsteine – wie auch auf dem Vorplatz der Trauerhalle – ersetzt werden. Die Friedhofskapelle, die Friedhofsverwaltung, die Trauerhalle und der Friedhof selbst werden dann mühelos und barrierefrei zu erreichen sein.