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  • Mo., 16. November 2015, 17:09 Uhr
    Vorfreude auf Gastronomie am Rheinufer beim 16. Apostel-Collegium der Privatbrauerei Eichbaum in der Kapelle / Herausforderungen meistern

    Weiterhin die Nummer 1 im Reich der Mitte

    Garant für gute Unterhaltung. „Chako” Habekost stärkte bei den Zuhörern das Bewusstsein für eine regionale Sprachidentität als Alleinstellungsmerkmal. Pech nur, dass etwa für den Berliner die „Pfälzer” und „Roihesse” gemein hin alles „Schwobe” sind. Foto: Steffen Heumann


    VON STEFFEN HEUMANN Im familiären Ambiente der Kapelle der Prinz-Carl-Anlage hatte die Privatbrauerei Eichbaum traditionell zum Apostel-Collegium eingeladen. Dort wurde neben kulinarischen Genüssen aus der gleichnamigen Hotelküche auch Comedy vom Feinsten mit dem Auftritt von Dr. Christian „Chako” Habekost serviert, der bereits zum zweiten Mal der Veranstaltung seine Aufwartung machte, wie Gerd Obenauer in seiner Anmoderation zu berichten wusste.

    Export in 40 Länder

    Verkaufsdirektor Jochen Schneider informierte über Wissenswertes aus den vergangenen Monaten. Heiße Sommermonate bescherten auch der Privatbrauerei Eichbaum ein gutes Ergebnis. 70 Prozent des Ausstoßes exportiert Eichbaum in 40 Länder, stärkster Markt sei erneut China, so Jochen Schneider. Eichbaum sei trotz stärkerem Wettbewerb die Nummer 1 im Reich der Mitte. Dass in Worms bestens bekannte Apostel-Bräu fände auch dort und in Taiwan großen Anklang. Die Marke Karamalz bereite dem Unternehmen wiederum viel Freude, fügte Schneider an und verwies auf weitere neue vielversprechende Produkte aus dem alkoholischen und nicht alkoholischen Segment.

    Immer weniger klassische Schankgaststätten

    Das Sterben der klassischen Schankgaststätten nehme zu, fügte der Verkaufsdirektor an und erläuterte, dass jedoch der Bereich in der Gastronomie eine Renaissance erfahre, der mit guten Produkten in einem günstigen Preis-Leistungsverhältnis um Kunden werbe. Gastronomen würden den Trend nutzen, dass in Deutschland – in 42 Prozent der Haushalte werden von Koch-Legasthenikern dominiert – immer seltener frisch gekocht wird. Umso mehr dürfe man sich auf das neue gastronomische Objekt der Brauerei am Wormser Rheinufer – das frühere Naturfreundehaus – freuen, wo auf den Gast neben den Erfrischungen künftig auch eine bodenständige und gute Küche wartet. Negativ sei die Entwicklung hingegen beim Partner Wormatia Worms, weshalb Jochen Schneider hofft, dass mit der Rückkehr in die EWR-Arena und auf dem neuen Hybridrasen die Kicker schnell beflügelt werden, die nötigen Punkte für den Klassenerhalt einzufahren.

    Vielerlei Herausforderungen meistern

    Oberbürgermeister Michael Kissel begrüßte die Eichbaum-Freunde im Namen der Stadt. Dass der Bezug der Brauerei zu Worms weiterhin gegeben sei, wertete Kissel als Ausdruck jahrelanger hervorragender Zusammenarbeit im Rahmen einer verlässlichen Partnerschaft. Neben gastronomischen gelte es auch sportliche Herausforderungen zu meistern. Mit Bezug auf den VfR Wormatia habe die Stadt dieVoraussetzungen geschaffen, damit der Zustand des Rasens nicht mehr als Ursache für schlechte Spiele herhalten dürfe. Kissel sprach aber auch über finanzielle Herausforderungen. Hier sei Stillstand einem Rückschritt gleichzusetzen, weshalb man weiterhin in eine moderne Infrastruktur investiere. Kulturell müsste neben den Festspielen auch das 200-jährige Jubiläum Rheinhessens im kommenden Jahr gemeistert werden.

    Viele Partner würde sich dabei dem Thema Rheinhessen widmen und neben den Hauptereignissen 40 zusätzliche Veranstaltungen in den Terminkalender aufnehmen. Worms sei als Stadt des Weins auch den Winzern verbunden, die tolle Qualitäten erzeugen, bemerkte der Stadtchef mit einem Augenzwinkern in Richtung des Gastgebers. Und dann sei vor allem die Flüchtlingsproblematik mit ihren Auswirkungen bis in die Kommune akut. Eine humanitäre Herausforderung und gewaltige Aufgabe für die gesamte Verwaltung und insbesondere für die beteiligten Organisationen, erklärte Michael Kissel. „Es gibt viele Helfer”, sieht Kissel darin ein Zeichen für den vorhandenen Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft. Aber, das sei nicht unendlich, mahnte der Oberbürgermeister. Denn irgendwann seien Resourcen auch erschöpft.

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