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  • So., 17. November 2024, 19:24 Uhr
    Bezirksliga Rheinhessen: Horchheim und Neuhausen geben sich keine Blöße

    Weiterhin ein offenes Rennen

    Im letzten Moment blockt Finn Cleres, SV Horchheim, den Schussversuch von Jannik Hahl, VFL Gundersheim. Die Gäste entführen in imposanter Weise die drei Punkte.
    Foto. Felix Diehl

    Von Marcus Diehl › Die beiden Spitzenteams SV Horchheim und TuS Neuhausen bestimmen weiterhin das Rennen um die Meisterschaft in der Bezirksliga Rheinhessen. Beide hatten starke Teams vor der Brust und erledigten ihre Aufgaben mit Bravour. Tabellenführer SV Horchheim gewinnt in Gundersheim mit 3:0 (1:0) und der TuS Neuhausen gegen die TSG Bretzenheim II sogar mit 9:1 (4:0).

    In Gundersheim ist es nicht einfach zu gewinnen. In den vorherigen sieben Partien zu Hause, holte der VFL 18 Punkte. Es war jetzt nicht das Ergebnis, was beeindruckte, sondern die Art und Weise, wie die Begegnung verlaufen ist. Der SV Horchheim zeigte eine reife und überlegte Leistung von Start weg. Ganz im Stil einer Spitzenmannschaft. Der einzige negative Punkt waren die zu wenig erzielten Treffer. Dabei spielte auch VFL-Torhüter Lukas Ketterer, der eine starke Leistung zeigte und mehrmals Kopf und Kragen riskieren musste, eine große Rolle. Auch der Pfosten, nach einem Schuss von Oguzhan Levent, eilte dem VFL zu Hilfe.

    Stark herausgespieltes Tor

    Der Führungstreffer war dann klasse herausgespielt. Guter Pass durch die Schnittstelle. Danach stand Domenico Gagliardi frei vor dem Tor und mit einem gekonnten Lupfer über den Torhüter hinweg ging der Ball in den Kasten. Bei den Platzverhältnissen war der erste Kontakt mit dem Ball der wichtigste, der musste stimmen. Der SVH agierte, total untypisch für ihr Spiel mit langen Bällen. Mit Power auf den zweiten Ball gehend. Sie zeigten auch ein hohes Pressing-Verhalten. Mit dem Kombinieren von hinten heraus war es eine schwierige Sache. 

    Spielentscheidende Szene

    Eine spielentscheidende Szene war in der 25. Spielminute. Elfmeter für die Gastgeber. Vorausgegangen war ein Foul am Horchheimer Fabian Sombetzki, das vom Schiedsrichterteam übersehen wurde. Aus Frust konnte sich Fabian nur noch durch ein Halten im Strafraum helfen. Doch Besart Morina scheiterte mit einem schwachen Versuch am SVH Torhüter Maximilian Schäfer. Da hätte das Spiel kippen können. Beide Trainer waren sich nach dem Schlusspfiff auch darüber bewusst.

    „Zu viele Fehler gemacht“

    In der zweiten Hälfte erzielte der SVH immer zum richtigen Zeitpunkt die Tore. Beide Male traf Pascal Sadurski von der rechten Seite in das Lange Eck. Zum Ende war die Partie sehr zerfahren. Durch einige Fouls kam kein richtiger Spielfluss mehr auf. Unzufrieden war natürlich VFL-Trainer Kevin Boos: „Gegen einen guten Gegner, haben wir zu viele Fehler gemacht. Mit hat auch die Galligkeit in den Zweikämpfen gefehlt.“ Anders war die Stimmungslage bei SVH Trainer Sascha Löcher. „Durch die hohe Pokalniederlage im Sommer haben wir die Spielanlage etwas angepasst. Bin mehr als zufrieden, mit unserem auftreten.“

    TuS-Machtdemonstration

    In Neuhausen war der Tabellendritte Bretzenheim II zu Gast. Dies war aber zu keiner Zeit dem Spiel anzumerken. Zu unterschiedlich agierten die beiden Teams auf dem Platz. Es war eine Machtdemonstration vom TuS an diesem Abend. Die Spielweise der Gäste spielte dem TuS genau in die Karten. Die junge Truppe hatte nur den Vorwärtsgang eingelegt und dabei produzierte sie einige Fehler, die gnadenlos vom TuS bestraft wurden.

    Nach elf Minuten stand es schon 3:0 durch Tore von Jonas Frey und zweimal Marcel Seibel. Durch das schnelle Umschaltspiel der Gastgeber wirkte die Defensive von Bretzenheim teilweise überfordert. Der vierte Treffer vor der Pause erzielte Philip Bach.

    Mit dem Anschlusstreffer kam etwas Hoffnung auf. Aber nicht lange. Mit seinem dritten Treffer erzielte Marcel Seibel das 5:1. Für die weiteren Tore waren Dominik Amrugiewicz, zweimal Christopher Ludwig und Artur Ermilow verantwortlich.

    Trainer Franz Graber erklärte: „Die TSG war überfordert. Gegen unsere schnellen Spitzen hatten sie kein Gegenmittel. Toll fand ich, dass meine Jungs keine Sekunde zurückgesteckt haben. Sie haben immer weiter den Ball nach vorne getrieben. Hätte noch ein paar Tore mehr sein können.“

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