Mit dem Start in die Sommerferien zeigte sich der Arbeitsmarkt in Worms leider nicht von seiner Sonnenseite. So ist die Arbeitslosigkeit im Juli erneut gestiegen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich auf 8,8 Prozent.
„Wir erleben einen hohen Zugang an neuen Betroffenen, die sich aus der Erwerbstätigkeit in den Dienststellen der Agentur arbeitslos melden,“ erklärt Susanne Decker, Geschäftsstellenleiterin der Wormser Arbeitsagentur. „Unser besonderes Augenmerk liegt aktuell auf der Zahl der arbeitslosen jungen Menschen unter 25 Jahren“. Die Arbeitslosenquote in dieser Altersgruppe liegt über dem Vorjahresniveau. „In der Diskussion um den Mangel an Fachkräften ist dies zunächst einmal kein erfreulicher Befund“, so Decker. „Hier müssen wir in den Folgemonaten genau beobachten, ob es sich nur um kurze Zwischensequenzen auf dem Weg in einen ersten Job nach der Ausbildung bzw. den Einstieg in ein Studium oder eine Ausbildung handelt.“
Erfreulicher die Zahlen im Bereich der Mitarbeitersuche: Hier wurden von den Betriebe wieder etwas mehr offene Stellen gemeldet als noch im Juni und die Zahlen liegen sogar über den Vorjahreswerten. Die meisten Nachfragen gab es im Bereich der Dienstleistungen, im Gesundheitswesen und im Handel.
Im Juli waren in Worms bei der Dienststelle der Arbeitsagentur und dem Jobcenter insgesamt 4.998 Personen als unterbeschäftigt registriert. Das waren 27 weniger als im Vormonat und 76 mehr als im Vorjahr.
Die Arbeitslosigkeit ist in Worms ist im Juli 2026 gestiegen. 4.249 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 42 Personen mehr (1 Prozent) als im Juni und 36 Personen bzw. 1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 8,8 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 8,8 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.517 Personen (39 Personen mehr als im Vormonat und 56 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 2.732 Arbeitslose registriert (3 Personen mehr als im Vormonat, aber 20 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 64 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Die Unternehmen suchen weiterhin Personal: 156 Stellen wurden im Juli neu gemeldet (16 mehr als im Vormonat, aber 32 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 682 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Auf den regionalen Arbeitsmärkten in Rheinhessen kam es zu ähnlichen Entwicklungen: Im Gesamtbezirk stieg die Arbeitslosenquote von 5,7 auf 5,9 Prozent, im Landkreis Mainz-Bingen von 5,1 auf 5,2 Prozent, in der Stadt Worms stieg sie von 8,7 auf 8,8 Prozent, im Landkreis Alzey-Worms von 4,8 auf 5,0 Prozent und in der Stadt Mainz von 5,8 auf 6,0 Prozent.
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