Mi., 29. Januar 2020, 12:59 Uhr
Immobilienverband Deutschland: Ladenmieten bleiben konstant
Weiterhin steigende Immobilienpreise in Worms
Zum 14. Mal in Folge lud die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Worms Vertreter der Immobilienwirtschaft zu einem immobilienwirtschaftlichen Fachgespräch ein. Wie in jedem Jahr wurde dabei der IVD - Immobilienpreisspiegel Worms als Teil des landesweit herausgegebenen Preisspiegels des Immobilienverbands Deutschland beraten und beschlossen. Als Ergebnis der Beratungen wurden die Kauf- und Mietpreise im Vergleich zum Vorjahr erneut deutlich nach oben angepasst.
Zusammentragen von Expertenwissen
Der Einladung folgten Vertreter der örtlichen und regionalen Immobilienwirtschaft, um die aktuelle Marktentwicklung zu diskutieren und abzubilden. Die Sitzung wurde durch den öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen Bernd Täffner geleitet. Die Arbeit am Rechner übernahm Matthias Kiesewetter. „Das Zusammentragen von Expertenwissen aus Worms hilft, eine realistische Einschätzung von Kaufpreisen und Mieten geben zu können“, so Täffner.
Die Erkenntnisse wurden von Täffner in einer Datensammlung mit 160 aktuellen und insgesamt 674 Einzelinformationen über dem Wormser Immobilienmarkt zusammengefasst. Die Gesamtdaten werden in Juni in Mainz im Rahmen der Vorstellung des Immobilienpreisspiegels des IVD West für Rheinland-Pfalz veröffentlicht. Einige wichtige Erkenntnisse können aber vorab festggehalten werden. So waren die Kauf- und Mietpreise im Vergleich zum Vorjahr deutlich anzuheben. „Aus der Diskussion ergaben sich teils divergierende Einschätzungen des regionalen Immobilienmarkts. Dennoch konnten wir - unter Verzicht auf Extremwerte – gemeinsame Tendenzen herausarbeiten“, so Täffner.
Ein Plus von 9,5 Prozent
Im Bereich der freistehenden Einfamilienhäuser werden bei einem mittleren Wohnwert und einer Wohnfläche von 120 Quadratmeter ca. 1.200 Euro nettokalt inklusive Garage und Grundstück als Neuvertragsmieten vereinbart. Bei Reihenhäusern mit 100 Quadratmeter Wohnfläche und mit mittlerem Wohnwert sind dies 950 Euro nettokalt inklusive Garage und Grundstück. Die Kaufpreise für solche Reihenhäuser werden mit einem aktuellen Durchschnittspreis von 280.000 Euro ausgewiesen, was ein Plus von 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Es sind weitere Preissteigerungen zu erwarten. Die Experten erklären dies u.a. mit einem deutlich gestiegenen Zuzug aus der Rhein-Main- Region nach Worms.
Bei den Eigentumswohnungen, hier im Bereich mittlerer Wohnwert Erstbezug, wurde seit Jahren erstmals wieder der Vorjahreswert mit 2.800 Euro je Quadratmeter Wohnfläche herangezogen. Die Preissteigerungen in diesem Bereich bleiben unter denen der Vorjahre zurück.
Büro- und Ladenmieten
Verhältnismäßig konstant bleiben die Preise bei den Büromieten. Bei mittlerem Nutzungswert lie- gen sie bei ca . 6,50 Euro je Quadratmeter, bei gutem Nutzungswert um 7,50Euro je Quadratmeter. Bei den Flächen für Produktion und Gewerbe wurde über Preise von 3,50 Euro je Quadratmeter bis 5,50 Euro je Quadratmeter nettokalt und bei Freiflächen je nach Befestigung zwischen 0,50 Euro je Quadratmeter bis 2,00Euro je Quadratmeter berichtet.
Mieten von Ladengeschäften scheinen sich auf niedrigem Niveau konsolidiert zu haben. Erstmals wurden hier die Vorjahreswerte, z. B. 1A - Lage ab 100 Quadratmeter im Jahre 2013 15 Euro je Quadratmeter, übernommen.
Ein offener Stellplatz im Freien schlägt beispielsweise beim Ankauf durchschnittlich mit 6.500 Euro zu Buche, eine Garage mit durchschnittlich 17.500 Euro. Bei den Mieten wurden entsprechend 40 Euro bzw. 80 Euro als üblich angesetzt.
Der Vorjahres-Preisspiegel kann kostenlos unter www.btaeffner.de heruntergeladen werden. Der komplette Preisspiegel des IVD West wird ab Juni 2020 herunterzuladen sein. Die nächste und 14. Sitzung ist für November 2020 geplant. An Mitwirkung interessierte Experten sind herzlich ei n- geladen und wenden sich bitte an Frau Neumann per E-Mail an miriam.neumann@worms.de.