Mi., 15. Juli 2020, 10:38 Uhr
CDU Arbeitskreis Kultur: Im Gespräch mit Dr. Burkard Keilmann als neuem Vorsitzenden des Altertumsvereines
Weiterhin zielstrebiges Engagement zeigen
Seit vielen Jahren setzt sich der Altertumsverein Worms mit finanzieller und ideeller Unterstützung für den Erhalt des Jüdischen Friedhofes ein, um so betroffener zeigte sich nun Dr. Burkard Keilmann, neuer Vorsitzender des 1879 gegründeten Vereins, angesichts der Schändung zahlreicher historischer Grabsteine auf dem Heiligen Sand. Dr. Jörg Koch, Sprecher des Arbeitskreises Kultur der CDU-Fraktion im Wormser Stadtrat, gratulierte Keilmann zum verantwortungsvollen Amt, ebenso dankte er Dr. Josef Mattes, der 15 Jahre lang den traditionsreichen Verein maßgeblich und erfolgreich geleitet hatte.
Mit Exkursionen im Sommer, Vorträgen im Winter und Publikationen ist der Altertumsverein kontinuierlich präsent und damit ein wesentlicher Teil der Wormser Kulturlandschaft, nur wenige Geschichtsvereine in Städten vergleichbarer Größe können bei einem solch vielfältigen Programm mithalten.
Keine Spezialistentagung
Dr. Keilmann versprach, dass sich der Verein auch unter seiner Leitung weiterhin so zielstrebig engagieren werde. So wies er auf die vom Verein veranstaltete wissenschaftliche Tagung im Juni 2021 hin, die in Kooperation mit der Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte, dem Institut für Mainzer Kirchengeschichte, der Abteilung Frühe Neuzeit der Universität Mainz, dem Erbacher Hof und dem Stadtarchiv Worms ergänzende Einblicke in das Reichstagsgeschehen von 1521 bieten werde. Dabei werde es sich nicht um eine Spezialistentagung handeln, sondern um Beiträge, die von allgemeinem Interesse seien, so sei ein Vortrag auch den Feiern zum Reichstagsjubiläum im Jahr 1971 gewidmet.
Hoffnung auf „gute Kommunikation“
Gegenüber Jörg Koch hofft der neue Vorsitzende auf eine „gute Kommunikation“ seitens der Stadtverwaltung, so wünsche er sich, dass der Altertumsverein einbezogenen werden möge in die Planungen bei der Neukonzeption des Andreasquartiers. Ebenso sinnvoll wäre die Zusammenarbeit mit dem Verein bei der Neupräsentation der Stadtgeschichte im Museum. Zeitnah solle ein tragfähiges Konzept erarbeitet werden, das einen Überblick der Stadtgeschichte bis in die Gegenwart biete; die durch den neu errichteten Kreuzgang zusätzlich gewonnene Ausstellungsfläche biete hier enorme Möglichkeiten, endlich angemessen auch Wormser Zeitgeschichte widerspiegeln zu können.
Persönlich, so Dr. Burkard Keilmann, wolle er den Verein verstärkt in den Schulen vorstellen und als Ansprechpartner fungieren, etwa wenn Schülerinnen und Schüler bei einem Geschichtswettbewerb historische Quellen nutzen möchten. Jörg Koch, der selbst dem Altertumsverein seit vielen Jahren angehört, versprach seinerseits, Mitgliederwerbung unter seinen Stadtratskolleginnen und Kollegen zu machen, denn jedes neue Mitglied stärke den Altertumsverein und trage damit zur Bewahrung der Stadtgeschichte bei.