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  • Do., 09. Juni 2022, 14:48 Uhr
    Nibelungenfestspiele gGmbH: Gesellschafterausschuss über den Jahresabschluss 2021 und die laufenden Vorbereitungen für die aktuelle Inszenierung informiert

    „Weitsicht und Herzblut"

    Die Nibelungen-Festspiele haben im Betriebsjahr 2021 einen städtischen Zuschuss von rund 1.470.000 Euro erhalten. So lautet das Ergebnis des Jahresabschlusses, der am Mittwoch, 8. Juni, dem Gesellschafterausschuss unter der Leitung des stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Ralf Lottermann vorgestellt wurde. Die Geschäftsleitung wurde einstimmig entlastet. Im restlichen Verlauf der Sitzung informierten Geschäftsführer Sascha Kaiser sowie die Künstlerische und Technische Betriebsdirektorin Petra Simon über die laufenden Vorbereitungen für die am 15. Juli beginnende Festspielsaison.

    Die Nibelungen-Festspiele waren 2021 mit dem Stück „Luther“ von Lukas Bärfuss ein Höhepunkt im großen Wormser Lutherjahr. Dass die Festspiele trotz der Pandemie zu diesem Jubiläum stattfinden konnten, war dabei ein wichtiges Signal für die Kultur, aber auch für die Wirtschaft. Denn für Worms sind die Festspiele zugleich Motor der Stadtentwicklung, ein bedeutender Faktor für die städtische Wirtschaft sowie für den Einzelhandel und als touristischer Anziehungspunkt für die Region und das Land wichtig. Geschäftsführer Sascha Kaiser: „Vor allem unsere Partner und Förderer sowie das Land Rheinland-Pfalz unterstützten uns großartig und haben uns immer darin bestärkt, trotz der beträchtlichen Herausforderungen die Festspiele stattfinden zu lassen. Das immense Vertrauen, welches sie uns entgegenbringen, und ihre große Leidenschaft für die Festspiele sind ein wichtiges Signal für uns und für die Kultur in der Region.“

    Sowohl die Sponsorenerträge als auch die Umsatzerlöse aus Kartenverkäufen lagen im Betriebsjahr 2021 über den geplanten Ansätzen und sorgten entsprechend für das gute wirtschaftliche Abschneiden. Unter dem Strich lag der städtische Zuschuss bei rund 1.470.000 Euro und damit deutlich unter dem geplanten Betrag (1.800.000 Euro). So das Ergebnis der Wirtschaftsprüfer, die den Jahresabschluss dem Gesellschafterausschuss nun vorstellten. Dieser entlastete daraufhin einstimmig die Geschäftsleitung.

    Ralf Lottermann: „Es ist dem Leitungsteam der Festspiele wirklich hoch anzurechnen, dass wir trotz aller Unwägbarkeiten bis kurz vor der Premiere im zweiten Pandemiejahr eine tolle und sichere Festspielzeit genießen durften. Zwar etwas kleiner als normalerweise, aber nicht klein, feierten wir das Luther-Jubiläum in diesem außergewöhnlichen Jahr. An 16 Abenden genossen insgesamt über 10.500 Besucher die Aufführung `Luther` vor der Nordseite des Wormser Kaiserdoms. Die kurzfristig vor der Premiere mögliche Aufstockung der Gäste von 500 auf 700 pro Abend wurde konzentriert umgesetzt und vom treuen Publikum erfreut aufgenommen, so dass die Aufführungen fast ausverkauft waren." Oberbürgermeister Adolf Kessel ergänzt: „Dass das alles möglich war und vor allem auch wirtschaftlich umsichtig umgesetzt wurde, ist der Weitsicht und dem Herzblut des gesamten Teams zu verdanken, dem ich meine große Anerkennung aussprechen möchte. Nicht zu vergessen allen Partnern aus der Politik und der Wirtschaft, die immer treu an unserer Seite standen.“ Im weiteren Sitzungsverlauf informierten Nico Hofmann, Thomas Laue, Sascha Kaiser und Petra Simon über die laufenden Vorbereitungen für die Uraufführung „hildensaga“ in diesem Jahr. Die Proben des Ensembles haben am 31. Mai begonnen und auch die technischen Aufbauarbeiten vor dem Dom sind in vollem Gang.

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