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So., 19. Mai 2013, 20:38 Uhr
Infoveranstaltung mit Hildegard Riedl von der evangelischen Sozialstation bei den Pfeddersheimer LandFrauen
Welche Hilfen gibt es für den Pflegefall im häuslichen Bereich?
Hildegard Riedl von der evangelischen Sozialstation in Worms war bei den LandFrauen und interessierten Gemeindemitgliedern der ev. Kirchengemeinde Pfeddersheim zu Gast. Die Pflegefachkraft mit geronto-psychiatrischer Zusatzausbildung und Validationslehrerin zeigte in einem weiten Bogen auf, wo die Hilfe der Diakoniestation greifen kann, um die häusliche Pflege möglichst lange gewährleisten zu können.
Viele Sparten waren den Frauen schon bekannt, doch erstaunlich vieles, bisher Unbekanntes erschloss sich bei diesem Vortragsabend. So erstreckt sich die Hilfe der Pflegestation nicht nur auf direkte Hilfeleistungen, beispielsweise Körperpflege, Hilfe bei Bewegungseinschränkung, Anleitung und Ausführung von ärztlich verordneten Leistungen wie Verbandswechsel, Injektion, Kompressionsversorgung, Dossierung der täglichen Medikamente im Dossier.
Die hauswirtschaftliche Versorgung wird ebenfalls durch den mobilen Dienst gewährleistet, Einkaufen, Kochen oder Reinigungsarbeiten können abgerufen werden. Verhinderungs- und Ersatzpflege und verlässliche Sterbe-Begleitung durch professionelle Hilfe in Verbindung mit der Wormser Hospizhilfe sind weitere Angebote.
Ein ganz wichtiger Punkt den der angegliederte Pflegstützpunkt anbietet ist die Beratung in allen schwierigen Situationen. Hierzu zählen die Pflegeberatung für Bezieher von Pflegegeld, Vermittlung der Schulung und Anleitung zu Hause am Pflegebett, kostenlose Beratung und Information zu weiteren Hilfsangeboten und Finanzierungshilfen bzw. bei Antragsstellungen.
Demenzsprechstunde und Gesprächskreise durch ausgebildete Validationslehrerinnen bereichern das Angebot. Stundenweise Betreuung dementiell veränderter Menschen in bekannter häuslicher Umgebung oder auch die Regelung des Übergangs vom Krankenhaus nach Hause oder umgekehrt, sind hilfreich.
Noch relativ neu ist die Tagesbetreuungsgruppe für Demente “Anker”. Hier werden Patienten wie auch Angehörige von ausgebildeten Fachkräften unterstützt. Es wird versucht, mit Hilfe der Validation, die Kommunikation mit den dementiell Erkrankten herzustellen. Die Patienten sollen sich in einer überschaubaren Kleingruppe wohl fühlen. Akzeptanz und Wertschätzung unterstützen die noch vorhandenen Fähigkeiten durch ein gezieltes Beschäftigungsangebot. Durch Biographiearbeit gehen die Betreuer individuell auf die Patienten zu.
Das Betreuungsangebot kann an einem oder mehreren Tagen in der Woche von 9 bis 16 Uhr in Anspruch genommen werden. Die Beratungs- und Koordinierungsstelle in der Wormser Seminariumsgasse berät auch in Fragen der Kostenübernahme.