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So., 29. Mai 2022, 11:10 Uhr
FUSSBALL-OBERLIGA ABSTIEGSRUNDE: „Restelf“ der TSG Pfeddersheim geht bei den Sportfreunden Eisbachtal mit 1:8 unter
Wenn der Abpfiff zur Erlösung wird
TSG-Kapitän Tobias Bräuner (vorne, rotes Trikot) war einer der ganz wenigen Pfeddersheimer, die bei der kapitalen 1:8-Klatsche bei den Sportfreunden Eisbachtal an die ausgesprochen gute Form von zwölf Spielen ohne Niederlage zum Jahresbeginn 2022 anknüpfen konnten. Archivfoto: Felix Diehl
VON JÜRGEN JAAP | Die Luft ist raus bei der TSG Pfeddersheim. Nach dem frühzeitig in der Abstiegsrunde der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar klar gemachten Klassenerhalt befinden sich die Kicker aus dem Wormser Stadtteil seit drei Wochen im Abwärtstrend. Zahlreiche Verletzungen sorgten zuletzt bei der Truppe des jungen Pfeddersheimer Trainers Daniel Wilde für Verschleißerscheinungen am Ende einer speziell ob der Corona-Pandemie und damit einhergehenden Spielverlegungen und Nachholspielen kraftraubenden Saison 2021/2022 für einen harten Einbruch. Nach zwei torlosen Heimpleiten gegen die U21 des 1. FC Kaiserslautern U21 (0:5) und den FSV Salmrohr (0:1) folgte nun im letzten Auswärtsspiel der Spielzeit eine kapitale 1:8-Niederlage bei den Sportfreunden Eisbachtal, die sich mit diesem Dreier ebenfalls den Oberliga-Verbleib sicherten.
TSG hält zunächst gut dagegen
„Zwölf Stammspieler haben gefehlt, da kann man nicht wirklich von einem ‚normalen‘ Oberliga-Spiel reden“, stellte Daniel Wilde nach der Partie tief durchatmend fest. Dennoch hielt die „TSG-Restelf“ in der Anfangsphase der Partie dagegen. „Wir waren gut drin im Match“, fand der Pfeddersheimer Coach. Das frühe Gegentor nach einem missglückten Befreiungsschlag durch den wieselflinken Angreifer Takuya Kakui (7.) machte Tobias Bräuner bald schon wett. Der TSG-Kapitän drückte eine Flanke von Melchisedec Yeboah gekonnt zum 1:1-Ausgleich ein (15.). In der Folge machte sich allerdings das Fehlen des Pfeddersheimer Abwehrchefs Mathias Tillschneider mehr und mehr bemerkbar.
4:1 kurz vor der Pause entscheidet Partie frühzeitig
Fehler schlichen sich im TSG-Abwehrverbund ein. Einen dieser Patzer nutzte Kakui zur 2:1-Führung der spielstarken Eisbären aus Nentershausen im Westerwald (18.). Als auch noch ein unglücklich abgefälschter Schuss von Jonah Arnolds im Netz der Gäste zum 3:1 einschlug (37.), nahm das Match den für Pfeddersheim erwarteten Verlauf (Daniel Wilde: „Ob der Qualität an Spielern, die uns fehlte, mussten wir mit einer Niederlage rechnen.“). Diese zeichnete sich spätestens durch den Doppelschlag von Jonah Arnolds ab, der fast mit dem Pausenpfiff erhöhte (45.). „Dieses Gegentor zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt hat uns endgültig das Genick gebrochen“, fand Wilde.
Schlusspfiff kommt Erlösung gleich
Der Torhunger der hoch motivierten Gastgeber, die mit einem Dreier den Klassenerhalt sichern konnten, war freilich längst nicht gestillt. Masaya Omotezako (59.), Lukas Tuchscherer (63.) und Jonah Arnolds mit seinem dritten Treffer (66.) schraubten das Ergebnis ob der drückenden Überlegenheit der Eisbären in Hälfte zwei folgerichtig binnen weniger Minuten auf 7:1 nach oben. „Dass wir die Partie gegen Eisbachtal verlieren können, war uns klar. Die Höhe der Niederlage ist allerdings inakzeptabel“, sehnte Daniel Wilde den Abpfiff herbei, der aber erst nach dem achten Gegentor durch Marvin Kleinmann (90.) kam. Kurios aus Sicht der TSG: Trotz der drei Pleiten zuletzt könnte Pfeddersheim mit einem Sieg über den bereits abgestiegenen TSV Emmelshausen vor heimischem Publikum die insgesamt enttäuschende Saison 2021/2022 auf dem Spitzenrang der Abstiegsrunde der Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar beenden.