Fr., 17. Juli 2020, 11:00 Uhr
WORMS VERLAG: Neuerscheinung mit Kompositionen von Christian Schmitt-Engelstadt nach Gedichten von Joachim Ringelnatz
„Wenn ich einen Anfang wüsste“
Anlässlich von literarisch-musikalischen Soireen hat sich der Wormser Musiker Christian Schmitt-Engelstadt neun Gedichten von Joachim Ringelnatz angenommen und diese für Chanson-Gesang und Klavier vertont. Zusammengefasst hat er dies in dem Buch „Wenn ich einen Anfang wüsste – Lieder aus Inmirland nach Gedichten von Joachim Ringelnatz“, das jetzt im Worms Verlag erschienen ist. Die Publikation dieser Lieder und klavierbegleiteten Sprechstücke möchte den Versuch unternehmen, sich der einzigartigen Ringelnatz’schen Poesie einmal musikalisch zu nähern. Sechs der Stücke sind für Gesang und Klavier, die übrigen drei musikalisch begleitete Rezitationen für Sprecher und Klavier. Das Notenbuch ist ab sofort im Buchhandel und im Internet unter
www.wormsverlag.de unter der 978-3-947884-33-9 für 13 Euro erhältlich.
Unvergleichliche Wortkunst
Die Werke von Joachim Ringelnatz zeichnen sich durch eine unvergleichliche Wortkunst aus, die schmerzliche Melancholie, kindliches Staunen, Naturbegeisterung, skurrilen Humor und tief empfundene Menschlichkeit in einzigartiger Weise miteinander verbindet. Die nun von Christian Schmitt-Engelstadt komponierte Musik lässt sich von dieser Vielseitigkeit inspirieren und spiegelt dies in ihrem teils leicht verspielten, teils elegischen bis expressiven Ton wieder. Auch die unterschiedlichen Genres der Lieder, darunter Operette, Couplet, romantisches Lied, neoklassische Instrumentalmusik oder Jazzballade, unterstreichen diese Vielfältigkeit. Der spieltechnische Schwierigkeitsgrad des Klavierparts entspricht in etwa dem von Robert Schumanns „Jugendalbum“ (2. Abteilung) oder von Claude Debussys „Children’s Corner“. Der Vokalpart ist für Chansongesang mit einem Ambitus von der tiefen Lage bis gelegentlich in die Mezzo-Region ausgelegt.
Über den Musiker
Christian Schmitt-Engelstadt, geboren 1967, ist auf allen Tasteninstrumenten zu Hause, sowohl auf dem modernen Klavier als auch auf der Orgel sowie den sogenannten historischen Tasteninstrumenten. Seine Aktivitäten reichen von der Kirchen- und Chormusik sowie der Alten Musik über die Herausgebertätigkeit von Vokal- und Instrumentalmusik bis zur pianistischen Beschäftigung vor allem im Bereich Kammermusik und Lied. Die Auftritte als Pianist bei der überaus erfolgreichen Veranstaltungsreihe „Literatur im Schloss“ führten zur Komposition und Veröffentlichung der vorliegenden Ringelnatzlieder und -stücke.