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  • Do., 21. November 2013, 14:24 Uhr
    Die Gestaltung der Region Rheinhessen nimmt zur 200 Jahrfeier im Jahr 2016 unter starker Beteiligungen von Worms Fahrt auf

    Wer sind wir? Rheinhessen oder was?

    Für Rheinhessen Fahrt aufgenommen. Von links: OB Michael Kissel, Peter Eckes (Vors. Rheinhessen-Marketing), Helmut Dieth (Koordinator 200 Jahrfeier) und Kai Hornuf, der Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Rheinhessen feiert am 8. Juli 2016 seinen 200. Geburtstag. Die Region hat zwar eine rund 2000 jährige Geschichte, als Gründungsdatum dient aber das Jahr 1816. An diesem Datum wurde im Anschluss an die napoleonische Zeit Europa auf Wiener Kongress neu strukturiert. Damals entstand Rheinhessen als linksrheinische Provinz des Großherzogtums Hessen-Darmstadt. Es ist beabsichtigt diesen Geburtstag mit einem großen Jubiläums-Festakt in Mainz zu feiern. Der Startschuss zu diesem Vorhaben fiel bereits 2008.

    Stadtmarketing setzt auf Rheinhessen

    Der Wormser Stadtmarketingverein hatte die geplanten Feierlichkeiten zum Anlass genommen und am Mittwochabend zu einer Veranstaltung zum Thema „Rheinhessen” in die Räume des FH eingeladen. Im Fokus stand dabei wie sich Worms hier einbringen kann, welchen Nutzen dies hat und wie der Planungsstand ist? Teilaspekte waren dabei die Chancen für Tourismus, Wein, Veranstaltungen, Gastronomie und Einzelhandel.

    Zunächst begrüßten der Geschäftsführer des Stadtmarketings, Kai Hornuf, und Oberbürgermeister Michael Kissel die rund 40 Zuhörer. Das Stadtoberhaupt warb dabei mit begeisterten Worten für das Engagement für Rheinhessen, das es offiziell als politische Verwaltungseinheit zwar nicht gibt, das aber quicklebendig sei und in dem sich die Menschen zu Hause fühlen.

    600.000 Menschen am „Rheinknie”

    Über den Sachstand bezüglich der Aktivitäten in und für  Rheinhessen informierte der Koordinator für die Festivitäten „200 Jahre Rheinhessen" , Helmut Dieth. Der zentrale Aspekte dabei sei es, eine Identität für die Bewohner zu schaffen, anderseits aber Außenwerbung zu betreiben. So sei es das Ziel, dass jeder Deutsche wisse, wo Rheinhessen mit seinen 600.000 Einwohner liegt, dass es nicht das Gebiet um Frankfurt herum sei, sondern die Region am „Rheinknie” zwischen Worms und Mainz. Einer Region mit viel Herz, Lebensqualität und Kultur, dessen ganz herausragendes Merkmal der Wein sei. Aber auch Hochschulen, Forschung und die vielfältige Wirtschaft seien zentrale Aspekte, die in den Vordergrund gerückt werden müssten. Und dies herauszustellen sei wichtig, so Helmut Dieth, da es neben dem Tourismus darum gehe, attraktiv für Firmen und Menschen zu sein, die sich hier niederlassen wollten. Er könne sich auch vorstellen, dass es in Zukunft nur noch einen großen Landkreis Rheinhessen gäbe und nicht mehr wie bisher die Kreise Mainz-Bingen und Worms-Alzey. Bezüglich der Planungen für de Festlichkeiten zum 200. Geburtstag werde man ab dem Jahr 2014 gewaltig Fahr aufnehmen und dies auch in personeller Hinsicht.

    Zur Struktur erläuterte Helmut Dieth, dass es inzwischen die Dachmarke Rheinhessen-Marketing existiere, die von mehreren Säulen getragen werde. Die wichtigsten vier seien die Rheinhessen-Touristik, Rheinhessenwein, Rheinhessen-Kultur und das Dienstleistungszentrum ländlicher Raum. Nähere Informationen unter. www.rheinhessen.de

    Rheinhessen als Heimat

    Es stellt sich natürlich die Frage, ob Worms noch eine weitere Beteiligung in einer Gebietskooperation bedarf, nachdem die Stadt schon bei den Regionalverbänden von Rhein-Main-Gebiet und Metropolregion Rhein-Neckar vertreten ist und im Rahmen des Bundeslandes Rheinland-Pfalz viele Aktivitäten stattfinden. Die Antwort ist wohl leicht, denn während die oben genannten Verbünde viel mit wirtschaftlicher Vernunft und Zweckmäßigkeit zu tun haben, ist Rheinhessen die Region in der sich die Bürger zu Hause fühlen und die ihre Heimat ist. So ist an der Formulierung sicher etwas dran, dass zwischen Worms und  Frankenthal, also der Pfalz, ein „tiefe " kulturelle Grenze verläuft, während die rheinhessische Region bis Mainz hinauf als vertraut gilt und die Lebensart mit viel Genuss und einem großen „Spaßfaktor” identisch ist.

     
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