
Am Wochenende fanden bei freiem Eintritt in Potsdam die Deutschen Einzelmeisterschaften der U21 im Judo mit packenden Duellen von über 300 Judoka statt.
Es war der Tag von Helen Werling, sie startete in der Gewichtsklasse -78 kg im Pool C. Im Auftaktkampf besiegte sie ihre Gegnerin Kyra Moths vom JV Nürtingen. Im Folgekampf ließ sie Mariam El Wahabi-Amajaov keinen Hauch einer Chance und erzielte durch eine Fußtechnik einen Ippon (voller Punkt). Im Poolfinale stand sie der späteren Deutschen Vizemeisterin Elina Dilger gegenüber. Obwohl Helen hier nicht chancenlos war, konnte sie den Kampf nicht für sich entscheiden und verpasste den Einzug ins Halbfinale.
In der Trostrunde ging es zunächst gegen Hannah Fabich. Hier zeigte Helen eine der bisher besten Leistungen in ihrer jungen Karriere und konnte den Kampf im Golden Score durch eine Würgetechnik für sich entscheiden. Auf einmal stand sie im Einzug ins kleine Finale um Platz 3. Gegen Mia Manukyan aus Kronshagen, die die ganze Halle hinter sich hatte, fand Helen zunächst kein Mittel. Durch einen Konterversuch geriet sie in die Rückenlage, was ihre erfahrene Gegnerin direkt ausnutzte und sie mit einer Festhaltetechnik am Boden fixierte, aus der sich die Wormserin nicht befreien konnte. Natürlich etwas enttäuscht musste sie sich somit mit dem hervorragenden 7. Platz zufriedengeben.
Lea Bender startete in der Klasse bis 52 kg. Sie wurde in Pool A gelost und hatte mit Tabea Nika Mecklenburg eine Topfavoritin in ihrem Pool. Nach zwei Auftaktsiegen, unter anderem gegen Felia Hasenclever, die sie mit einem schönen Seoi Nage (Schulterwurf) zu Fall brachte, traf sie im Poolfinale auf die EM-Bronzemedaillengewinnerin Mecklenburg. Die spätere Deutsche Meisterin hatte einen Bombentag, dem konnte Lea nicht viel entgegensetzen und musste sich durch eine Festhaltetechnik geschlagen geben.
In der Trostrunde wartete mit Janine Hardenberg ebenfalls keine Unbekannte. Nach einem schönen Kampf musste sie sich der Wettkämpferin aus Hannover geschlagen geben und verpasste den Einzug in die nächste Runde. Am Ende bedeutete dies den 9. Platz für Lea Bender.
Die verantwortlichen Wormser Trainer und Betreuer Norbert Barwig, Bernd Jäger, Ronald Eisenhauer, Philipp Grau, Nikolai Eyrich, Daniel Gorst, Arthur Simon, Richard Hermann und Patrick Alberti sind sehr stolz auf die beiden Athletinnen.
Mit diesem Ergebnis reiht sich der 1. Judo Club Worms unter den 206 Vereinen im vorderen Drittel ein. Zwei Judokas unter den Top Ten in Deutschland zu haben, ist ein großartiges Ergebnis für den 1. Judo Club Worms. Mit den Startern und Trainern hatten sich natürlich auch zahlreiche Vereinsmitglieder gefreut, die das Ganze im Livestream verfolgten.