
Werner Dinger war ein Mensch mit Ideenreichtum und unermüdlichem Tatendrang, besonders dann, wenn es um „seine“ Wormatia und den Hauptbahnhof ging. Vielen Wormsern war er bekannt und vielen bleibt er in guter Erinnerung.
2012 trat Werner Dinger aus diesem Leben, in dem er viel Gutes für seine Heimatstadt Worms geleistet hat. Uneigennützig, mit großer Begeisterung und ehrenamtlich. Am Bahnhofsvorplatz erinnerte bislang ein Schild an ihn und seine unvergessene Persönlichkeit.
Gedenkschild entwendet
„Groß war die Enttäuschung, als das Gedenkschild plötzlich verschwunden war und die Verärgerung, dass jemand diesen Frevel begangen hatte“, sagte Oberbürgermeister Michael Kissel im Kreise von Werner Dingers Familienangehörigen und Gerd Obenauer vom Wormatia-Vorstand am vergangenen Mittwoch in der EWR-Arena. Dort, am nördlichen Seitenaufgang der Haupttribüne, wurde nun ein neues Gedenkschild angebracht, diesmal auch mit einem Foto des agilen Wormser Urgesteins und an besser geschützter Stelle als zuvor.
Jahrzehntelange Vereinstreue
„Über 60 Jahre war Werner Dinger dem VfR Wormatia in Höhen und Tiefen treu verbunden, mehr als 40 Jahre organisierte er die Tombola für unsere Weihnachtsfeiern“, hob Gerd Obenauer die Verdienste des verstorbenen Vereinsmitglieds und Träger des Wormatia-Ehrenrings hervor. .
„Die Sauberkeit des Bahnhofs und der Einsatz für unseren Wormser Traditionsverein waren ihm eine Herzensangelegenheit“, erinnerte Michael Kissel an so manche Begegnung mit seinem persönlichen Freund Werner Dinger, „den man oft mit dem Besen in der Hand vor und im Bahnhofsbereich erspähte, oder ihm beim Spendensammeln für unterschiedliche Anlässe und Vorhaben in der Stadt begegnete.“
Ehrenpate des Wormser Bahnhofes
Sein Faible für die Eisenbahn blieb ihm auch selbst nach 42 Jahren beruflicher Tätigkeit bei der DB erhalten, die ihn für sein selbstloses Engagement für den Wormser Bahnhof zum „Ehrenpaten“ ernannte. Ein Herzenswunsch ging für Werner Dinger in Erfüllung, als das von ihm initiierte Nibelungenbähnchen erstmals seine Fahrt aufnahm und seitdem den Touristen eine bequeme Sightseeingtour durch die Stadt ermöglicht. Insgesamt 175.000 Euro hatte der rührige Wormser in unzähligen Stunden und mit großer Überzeugungskraft an Spenden dafür eingesammelt.
„Für sein unermüdliches ehrenamtliches Wirken wurde Werner Dinger 1995 mit der Verdienstmedaille der Stadt Worms und 1998 mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Eine Kleingarten-Anlage trägt seinen Namen“, würdigte Michael Kissel dessen Lebenswerk bei der Enthüllung des neuen Werner-Dinger-Gedenkschildes.
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