CARITAS: Psychosoziales Zentrum feiert 25. Jubiläum
„Wertvolle und unerlässliche Arbeit“
Von links: Caritasdirektorin Ulrike Kunz, Fachbereichsleiterin Anja Jäger, Oberbürgermeister Adolf Kessel und Caritasdirektor Lars Diemer hoben die Bedeutung der Arbeit im Psychosozialen Zentrum des Caritasverbands Worms hervor. Foto: Caritasverband Worms
Seit 25 Jahren kümmern sich Mitarbeiter des Caritasverbands Worms im Psychosozialen Zentrum (PSZ) um Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Am 21. September, wurde das Jubiläum mit Gästen, Klienten und Mitarbeitern groß gefeiert. Einen weiteren runden Geburtstag lieferte das Haus Jona mit seinem 20-jährigen Bestehen.
Bedarf steigt
Freudige Gesichter und angeregte Unterhaltungen füllten das Café „Gleis 7“, in dem die Jubiläumsfeier des PSZ stattfand. Anja Jäger, als Fachbereichsleiterin zuständig für die Caritas-Einrichtung, begrüßte die Gäste, die nach einem Dankgottesdienst in der Martinskirche unter Leitung von Propst Tobias Schäfer in der Renzstraße 3 zusammenkamen. In ihrer Ansprache ging sie auf die Geschichte der Arbeit für und mit seelisch erkrankten Menschen in Worms ein, die beim Caritasverband 1974 mit der ersten Beratungsstelle für Suchterkrankte begann.
2003 wurde das Haus Jona in der Gießenstraße eingeweiht, und 2014 konnte das PSZ dann in die neuen, größeren Räumlichkeiten in der Renzstraße umziehen – und sein Angebot unter anderem durch das Café „Gleis 7“ ausbauen. Denn nach wie vor steige der Bedarf an Unterstützung und Betreuung weiter, betonte die Fachbereichsleiterin: Rund 50 Personen besuchten derzeit die Tagesstätte, und 450 Menschen seien kontinuierlich an die Suchtberatung des Verbands angebunden. „Allein im letzten Jahr haben in unserer Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle 400 Beratungen stattgefunden“, so Jäger.
Zuhören und Hilfestellung geben
Auf den steigenden Bedarf an Einrichtungen wie dem PSZ ging auch Caritasdirektorin Ulrike Kunz ein. Sie hob die Bedeutung solcher Angebote gerade in gesellschaftlich schwierigen Zeiten hervor. „Für uns passt das nicht zusammen“, sagte sie. „Daher werden wir das machen, was wir schon immer gemacht haben: Uns an die Seite der Menschen stellen, die sich mit ihren Fragen, Ängsten und Nöten an uns wenden“, betonte Caritasdirektorin Kunz.
Diesem Lob schloss sich auch Oberbürgermeister Adolf Kessel an: „Im Psychosozialen Zentrum und im Haus Jona hört man zu, nimmt ernst, kümmert sich professionell, unterstützt und gibt Hilfestellung. Sie leisten mit Ihrem Angebot wertvolle und unerlässliche Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, die sicherlich nicht immer leicht ist“, bescheinigte er dem Caritas-Team unter langanhaltendem Beifall der Gäste.
Interaktives Programm
Viel Applaus erhielt auch die Band Help-to-Help, die den Empfang musikalisch umrahmte. Oberbürgermeister Kessel ließ es sich nicht nehmen, im Anschluss an den offiziellen Teil der Jubiläumsfeier einen Rundgang durch das PSZ zu machen. Kessel zeigte sich interessiert an den Beratungsangeboten sowie der räumlichen Ausstattung der Einrichtung und wagte sich auf den Rauschbrillen-Parcours, auf dem man verschiedene Stadien von Alkoholkonsum nachspüren konnte.
Neben Gesprächen mit den Mitarbeitern und dem Parcours erwartete die Gäste ein Gewinnspiel in Form einer Rallye, die quer durch das Gebäude führte. Unter den Teilnehmern wurden unter anderem Gutscheine für das Caritas-Café „Gleis 7“ verlost, wo auch Besucher der PSZ-Tagesstätte tätig sind. „Wir freuen uns, dass unser Jubiläum so gut angenommen wurde“, sagte Fachbereichsleiterin Jäger.