Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
Sie sind hier: Startseite » Sport » Wetteifern um die Königswürde
Mo., 02. Dezember 2019, 09:47 Uhr
SCHÜTZENGESELLSCHAFT PFEDDERSHEIM: Königsschießen bildet Höhepunkt des Schützenjahres
Wetteifern um die Königswürde
Kevin Sommer (Mitte) brachte den Metalladler zu Fall und erlangte die Königswürde.
Mit dem Königsschießen im November erlebt das Schützenjahr der SG Pfeddersheim traditionsgemäß seinen Höhepunkt. Dabei wird mit einem Kleinkaliber-Gewehr so lange auf einen Holzpfahl geschossen, bis dieser durchtrennt ist und der daran befestigte Adler aus Metall zu Boden fällt. 31 Schützen wetteiferten um die Königswürde. Bei der Auslosung der Reihenfolge zog der neu in den Verein eingetretene jugendliche Kevin Sommer die niedrigste Nummer und eröffnete somit das Schießen. Reihum feuerte nun jeder Teilnehmer einen Schuss auf den 10 mal 10 Zentimeter starken Holzpfahl ab. Im ersten Durchgang zeigte die Befeuerung wenig Wirkung. Die Projektile blieben einfach im Holz stecken. Es waren einige Runden nötig bis die Holzsplitter sichtbar flogen. Die Schützen stellten sich auf einen langen Wettbewerb ein.
Goldene Ehrennadel
Nach über 200 Schuss schien der Adler noch standhaft auf seinem Holzpfeiler zu thronen. Das Holz splitterte zwar heftig, man sah aber noch keine Bewegung des Metallvogels. Doch als Kevin Sommer die achte Runde mit seiner Schussabgabe begann, kam die große Überraschung. Der Knall des Schusses hallte noch in den Ohren der Zuschauer, da fiel der Adler unvermittelt zu Boden. Alle jubelten dem sichtlich stolzen neuen Schützenkönig zu, der gleich bei seiner ersten Teilnahme die Königswürde erlangte. Der finalen Schuss wurde vorbereitet von Oliver Ziemba und Marcel Köppel. Sie errangen damit die Ehre des 1. und 2. Ritters. Im weiteren Verlauf des Abends ehrte der Oberschützenmeister Jochen Groll das Geschwisterpaar Sigrid und Wolfgang Vollmer für ihre 40-jährige Mitgliedschaft. Er überreichte ihnen, neben der Jubiläumstafel des Vereins, die Ehrenadeln in Gold des Deutschen Schützenbundes und des Pfälzer Sportschützenbundes. Ein originelles Jubiläum feierte Marcel Köppel. Er wurde mit seinen 25 Lebensjahren für seine gleichzeitig 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Seine Eltern hatten ihn direkt nach der Geburt im Verein angemeldet und durch sie fand er auch später die Begeisterung zum Schießsport.Der Vorsitzende brachte seine Freude und seinen Dank für die lange Vereinstreue der Jubilare zum Ausdruck und wünschte sich noch vieler solcher Ehrungen für die Schützengesellschaft.