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  • Do., 07. Januar 2021, 10:50 Uhr
    VIRTUELLER SILVESTERLAUF: Jessica Keller erreicht Platz 2 / Rebecca Keller sichert sich Platz 1 bei U18

    Wettkampf-Feeling trotz Corona?

    Rebecca Keller (TG Worms) verbesserte ihre Bestleistung über 5 Kilometer um 39 Sekunden und erreichte bei der U18 den 1. Platz.


    Unter dem bestehenden Lockdown war ein Wettkampf Mann gegen Mann oder Frau nicht möglich. Deswegen musste ein virtueller, möglichst aber fairer Lauf generiert werden. Für den virtuellen Silvesterlauf 2020 hatten sich insgesamt 90 Läufer für die 5 bzw. 10 km lange Strecke angemeldet, die jeder direkt vor „seiner Haustür" laufen konnte. Es war die erste Laufveranstaltung der neu gegründeten Startgemeinschaft aus TG Worms, TV Alzey und TUS Framersheim.

    Regeln einhalten

    Folgende Regeln waren einzuhalten: Der Start erfolgte zwischen 6 und 17 Uhr am Silvestertag und die eigene Laufstrecke musste mit einer GPS-Uhr gemessen und dann als Fotobeweis übermittelt werden. Ebenfalls galt ein maximales Gefälle von 0,5 Prozent, in stärkeres Gefälle musste als Wendepunktstrecke gelaufen werden, damit nicht nur bergab gelaufen wurde. Und dann galt es, Vollgas zu geben, denn die Läufer wussten ja nicht, wie schnell die Konkurrenz unterwegs war. Nachdem das Foto der eigenen Laufuhr zum Veranstalter geschickt wurde, hieß es den Rest des Tages abzuwarten.

    Uhr nach 19:15 Minuten gestoppt

    Aufgrund des angesagten Schneefalls entschied sich Jessica Keller (TG Worms) für eine möglichst frühe Startzeit. Als Strecke hatte sie einen flachen Asphalt-Rundkurs in Ludwigshafen ausgewählt, den sie 2,5 Mal rennen musste. Bei Kilometer 5 stoppte sie im früher einsetzenden Schneegestöber ihre GPS-Uhr nach 19:15 Minuten und erreichte den 2. Platz bei den Frauen. Ihre Schwester Rebecca Keller startete in Worms bei Schneeregen und stoppte ihre Uhr bei 20:34 Minuten Sie verbesserte damit ihre Bestleistung über 5 Kilometer um 39 Sekunden und erreichte bei der U18 den 1. Platz. Julia Nientiedt (U16) - eigentlich eine Sprinterin - wagte sich ebenfalls bei 2,7° C und kaltem Ostwind auf die 5 km Strecke, die sie in Monsheim in 25:25 Minuten absolvierte.

    Sicherlich ist so ein virtueller Lauf nicht mit einem richtigen Rennen vergleichbar, aber bei den aktuellen Gegebenheiten ist er ein echter Push, um die Trainingsmotivation aufrechtzuerhalten. Trotzdem hoffen alle Läufer, bald wieder an einer „nicht-virtuellen“ Startlinie stehen zu können.
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