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  • Di., 30. Januar 2018, 14:26 Uhr
    Kooperationsvertrag mit Evonik-Werkfeuerwehr auf fünf Jahre festgeschrieben

    Wichtiger Mosaikstein für Brand- und Katastrophenschutz

    OB Kissel (vorne links) und Evonik-Standortleiter Dr. Robert Weber (vorne rechts) unterzeichnen im Rathaus den Kooperationsvertrag.

    Weite Wege zum Arbeitsplatz, berufsbedingt weniger Freizeit – Faktoren wie diese haben das Ehrenamt in den letzten Jahren verändert. Dies macht sich auch bei den Freiwilligen Feuerwehren bemerkbar. Im Wormser Stadtteil Ibersheim musste die Freiwillige Feuerwehreinheit vor zwei Jahren aufgelöst werden, in manchen Löschzügen  der Freiwilligen Feuerwehr  ist vor allem die Tagesverfügbarkeit der ehrenamtlich aktiven Einsatzkräfte nicht immer gewährleistet. Die meisten Mitglieder arbeiten nicht mehr vor Ort, viele müssen in andere Städte pendeln oder leisten Schichtdienst, sind also selten tagsüber verfügbar.


    „Aufgrund der Veränderungen im Ehrenamt haben wir unsere Berufsfeuerwehr systematisch personell ausgebaut“, so Oberbürgermeister Michael Kissel. Ein großes Problem lässt sich dadurch jedoch nicht lösen: Die Wege von der Hauptfeuerwache in den Wormser und die nördlichen Stadtteile Rheindürkheim und Ibersheim sind aufgrund der großen Fläche des Stadtgebietes weit und von der Berufsfeuerwehr nicht immer und je nach Verkehrslage in der vorgeschriebenen Einsatzgrundzeit zu bewältigen.


     Als die Bundesstraße 9 im Sommer vergangenen Jahres wegen Bauarbeiten für einige Tage voll gesperrt werden musste, kam die Firma Evonik Industries AG der Stadt zu Hilfe. Für die Dauer der Straßensperrung unterstützte sie die städtische Feuerwehr bei Einsätzen im Norden der Stadt. Mit einem Kooperationsvertrag haben Oberbürgermeister Michael Kissel und Evonik-Standortleiter Dr. Robert Weber die Kooperation nun auf fünf Jahre festgeschrieben. Bei zeitkritischen Einsätzen in den nördlichen Stadtteilen wird die Feuerwehr-Leitstelle künftig die Evonik-Werkfeuerwehr dazu alarmieren. Diese rückt dann mit einem Fahrzeug aus, um mit den freiwilligen Kräften aus Rheindürkheim eine erste Staffel bilden zu können.


    „Für den Wormser Norden ist diese Regelung eine gute Grundlage für die Zukunft“, ist sich Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek sicher. Auch bislang sei die Zusammenarbeit zwischen der städtischen und der Evonik-Werkfeuerwehr fruchtbar und vertrauensvoll gewesen, betonten OB Kissel und Dr. Weber. Mit dem Vertrag bringe man nun unter Dach und Fach, was bei Feuerwehren sowieso üblich sei, nämlich die gegenseitige Unterstützung, machte Thorsten Edling, Leiter Brand- und Werkschutz Evonik, deutlich. „Wir haben immer schon im Bedarfsfall gegenseitige Amtshilfe geleistet, aber mit dem Vertrag begeben wir uns auf die Ebene der geplanten Unterstützung“, so Stadtfeuerwehrinspekteur Klaus Feuerbach.


     „Die Kooperation ist ein wichtiger Mosaikstein im Hinblick auf die Neuausrichtung unseres Brand- und Katastrophenschutzes und ich bin Evonik sehr dankbar für die Unterstützung“, betonte der Stadtchef.


     


     


     

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