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  • Fr., 16. Februar 2024, 15:40 Uhr
    Fußball A-Klasse: Abenheim und Rheindürkheim mit unterschiedlicher Saisonbilanz

    Wie geht es den letztjährigen Aufsteigern?

    In der Vorrunde trennten sich Rheindürkheim und Abenheim mit 2:2 Unentschieden. Packende Zweikämpfe wie bei Jan Schmitt (links) und Robin Pelzl( rechts) wurde mit spannenden Blick von Abenheimer Torhüter Johannes Boxheimer beobachtet. Foto: Felix Diehl

    Von Marcus Diehl › Mit unterschiedlichen Ausgangslagen gehen die beiden Aufsteiger, Rhenania Rheindürkheim und der FSV Abenheim, in die restlichen Spieltage der Saison 2023/24. Die Rhenania belegt einen guten achten Tabellenplatz mit einer ausgeglichenen Bilanz. Sechs Siege stehen auch sechs Niederlagen entgegen und vier Mal wurde Unentschieden gespielt.


    Nicht so erfreulich steht der FSVAbenheim in der Tabelle. Die Abenheimer belegen den letzten Tabellenplatz mit sieben Punkten Rückstand auf einen momentanen sicheren Nichtabstiegsplatz. Nur drei Siege konnten eingefahren werden.


    Teams treffen aufeinander


    Zum Auftakt nächste Woche treffen die beiden Teams in Abenheim direkt aufeinander. Dabei ist für die Gastgeber ein Erfolg von enormer Wichtigkeit und wird dringend benötigt. Einen guten Start möchte natürlich auch die Rhenania anstreben. Einige Punkte werden noch benötigt, bis der Klassenerhalt gesichert ist.


    Das kann Trainer Steffen Keller auch richtig einschätzen. Zwar ist er mit dem bisherigen Saisonverlauf durchaus zufrieden, aber mehr auch nicht: „Ein guter erster Schritt zum Klassenerhalt.“ Mehr dieser Schritte werden noch gebraucht. Zu erwarten waren die guten Resultate eigentlich nicht,  denn für den Trainer und für den Großteil des Kaders ist die A-Klasse absolutes Neuland. „Gehofft habe ich es natürlich. Auch weil ich weiß, was ich meinen Jungs zutrauen kann“, so Keller.


    Drei Ziele gesetzt


    Geholfen haben vor der Saison auch einige Neuzugänge, die Qualität wurde dadurch angehoben. Jetzt in der Winterpause wurde auf der Torhüterposition mit Bastian Qwczarek nachgebessert. Nach Dorn-Dürkheim wechselten Daniel Bless und Mathias Lorentz. Drei Punkte hat sich Keller als Zeil gesetzt: Seine Mannschaft muss weiterhin hungrig bleiben, die fehlende Cleverness muss verbessert werden und an Konstanz der Leistung muss gearbeitet werden.


    Nach gutem Start kam Schwächephase


    Nach einem guten Saisonstart kam mit dem September die Schwächephase – alle vier Spiele wurden dabei verloren. „Ataspor war einfach zu stark. Gegen Armsheim hat bei uns Corona zugeschlagen, gegen Osthofen waren wir nicht zielstrebig genug und gegen Horchheim II wollten wir unbedingt den ersten Heimsieg und gingen dabei ein zu großes Risiko ein“, sagt Keller. Die unterschiedliche Bilanz bei den Heimspielen und den Partien in der Fremde sei ein Rätsel, an dem gearbeitet werden muss. Zuhause wurde zu viel liegen gelassen, was Auswärts wieder ausgebügelt werden konnte. Steffen Keller: „Genau wissen wir es nicht. Die Jungs fighten in jedem Spiel gleich. Vielleicht fühlen sich die Gegner auf unserem Rasen zu wohl.“


    „Brauche keine weitere Erklärung“


    Ein schweres unterfangen wird der Klassenerhalt für den FSV Abenheim. Der Start in die Saison war durchaus noch vielversprechend. Trainer Frank Siedentopf: „Ich hatte mir gewünscht, dass die Euphorie durch den Aufstieg mit in die A-Klasse getragen wird. Dies ist leider nicht passiert.“ Die Sommervorbereitung war für ihn schon eine Katastrophe. Dann ging es los mit Verletzungen, Urlaubern, Winzer fielen im Herbst aus und dazu kam noch die fehlende Lust durch die Negativergebnisse. „Wenn ich mir die klaren Niederlagen anschaue und den Kader dazu, brauche ich keine weitere Erklärung“.


    Abrechnung am Ende der Saison


    Einige unglückliche Niederlage brachte den Rest. Viel Positives konnte er in der Vorrunde nicht erkennen. Nur das einige Partien auf Augenhöhe bestritten wurden. Hoffnung besteht auf jeden Fall noch, abgerechnet wird am Ende der Saison. Das bringt am Ende aber keine Punkte. Das Dilemma spricht der Trainer auch kompromisslos an. „Hoffnung bringt uns nichts. Es liegt daran, wie die Mannschaft in der Rückrunde auftreten wird. Sie müssen die Prioritäten am Sonntag Richtung Fußball, Verein und Mannschaftssport bewegen. Geht es so weiter wie in der Vorrunde, dann wird der Abstieg nicht zu vermeiden sein.“


    Ein anderes Niveau


    Personelle Verstärkungen wird es nicht geben, außer der ein oder andere Dauerverletzte ist wieder an Bord. Es gibt Akteure im Kader, die in der Vorrunde alle Positionen (außer Torhüter) spielen mussten. Eben diese vielen Verletzten waren nicht zu ersetzen. Dazu kommt noch das andere Niveau in der A-Klasse. Die Abenheimer haben in den letzten Jahren einen offensiven Fußball gespielt und di Teams in der B-Klasse sehr dominiert. In der A-Klasse wurden in vielen Spielen zwar spielerisch mitgehalten, aber jedes Mal kippte es dann in Richtung Niederlage.


    Kader hat sich kaum verändert


    Aufgeben ist aber ein Fremdwort für Trainer Frank Siedentopf: „Ich kann aber auch klar sagen, dass wenn der komplette Kader der 1. Mannschaft zur Verfügung steht und alle im Training sind, wir definitiv A-Klasse spielen können.“ In den letzten Jahren hat sich der Kader kaum verändert. Der FSV zerrt vom letzten Jugendjahrgang. Seit Siedentopf Coach in Abenheim ist, besteht dieses Thema. Keiner geht und kaum einer kommt. Diese Vereinstreue findet er grundsätzlich nicht verkehrt, er mag lieber die Kontinuität. „Jedes Jahr 10 bis 20 Zu- und Abgänge wie beim Rest der Wormser Vereine finde ich suboptimal.“

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