Es kommt Bewegung in das Thema Klausenbergschule: Wie bereits seit Längerem bekannt, besteht an der Grundschule im Stadtteil Abenheim dringender Sanierungsbedarf. Der unzureichende Brandschutz ist dabei nur ein Teilaspekt. Bei einer Ortsbegehung mit Fachleuten der Stadt und einem Tragwerksbüro zeigten sich nun weitere Mängel: „Bei der Begehung haben die Ingenieure festgestellt, dass die Befestigungswinkel der abgehängten Holzdecken in absehbarer Zeit ihre Stabilität verlieren werden“, berichtet Baudezernent Uwe Franz. Eine Gefahr gehe von den Holzdecken zwar momentan nicht aus, doch rate das Tragwerksbüro, die Erneuerung noch zum Ende der Sommerferien in Angriff zu nehmen, so Franz. Absehbar sei bereits jetzt, dass die Arbeiten nicht im laufenden Schulbetrieb ausgeführt werden könnten, denn mit dem Tausch der Decke sei es nicht getan: „Sobald die Decken entfernt sind, müssen wir auch die alte Elektroinstallation ausbauen und durch eine neue ersetzen“, erklärt Franz, der von einem Dominoeffekt spricht. „Wir gehen davon aus, dass die Arbeiten auf eine Generalsanierung des Gebäudes hinauslaufen. Und diese kann auch nicht mehr weiter aufgeschoben werden“, unterstreicht Oberbürgermeister Michael Kissel.
Sanierungstiefe und wachsender Raumbedarf
Der Stadtchef hatte deshalb auch gleich ein Gespräch mit Vertretern des Schulträgers, der Schulleitung, des Ortsbeirats, des Schulelternbeirats und des Fördervereins in der Abenheimer Ortsverwaltung anberaumt, um über die notwendige Sanierungstiefe und die mögliche weitere Vorgehensweise zu informieren. Zudem steht der Gebäudebewirtschaftungsbetrieb hinsichtlich der aktuellen Schulentwicklungsplanung in engem Kontakt mit der Schulverwaltung, um den schulischen Bedarf der Grundschule und der Förderschule für die nächsten Jahre zu klären, denn auch der stetig zunehmende Raumbedarf ist ein großes Thema für die Grundschule. „Davon hängt beispielsweise ab, welches Raumprogramm wir letztendlich umsetzen werden“, erläutert der OB.
Generalsanierung oder Neubau?
Fest steht bereits jetzt, dass es keine Teilsanierung der Schule geben wird. Im Raum stehen zwei Optionen: Generalsanierung oder Abriss und Neubau. Im Rahmen der weiteren Planungen wird die Stadt eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung durchführen, um zwischen diesen beiden Optionen abwägen zu können. „Wie auch immer diese Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ausfällt, klar ist zumindest bereits, dass die Schule bis zum Ende der Sommerferien ausgelagert werden muss“, betont Franz. „Wir stehen in engem Kontakt mit Ortsverwaltung, Schulleitung und Elternvertretung und wollen gemeinsam einen geeigneten Standort für eine Container-Lösung in Abenheim suchen“, so Franz.
Offener und konstruktiver Umgang
Das erste Gespräch sei nach Auffassung aller Beteiligten sehr offen und konstruktiv verlaufen. Ortsverwaltung, Schulleitung und Elternvertretung begrüßten, dass das Projekt nun konkret angegangen werde, berichtet der Oberbürgermeister. „Wir investieren weiter in unsere Schulinfrastruktur und wollen an unserem Grundsatz ‚kurze Beine, kurze Wege‘ festhalten“, macht der Stadtchef deutlich.
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