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Sa., 27. Januar 2024, 17:03 Uhr
FUSSBALL: Wormser Teams kämpfen um den Aufstieg / VfL Gundersheim spielt konstant ordentlich
Wie ist der Stand in der Bezirksliga Rheinhessen?
Es wird spannend bleiben in der oberen Tabellenhälfte zwischen Horchheim und Neuhausen. Im Rückspiel war der TuS mit Steven Junkert obenauf und der SVH mit Lars Freese sinnbildlich am Boden. Foto: Felix Diehl
Von Marcus Diehl › Der 17. Spieltag ist bestritten und der Kampf um den Aufstieg in vollem Gange. Fortuna Mombach führt die Tabelle mit fünf Punkte Vorsprung an. Platz zwei belegt der SV Horchheim vor dem FSV Nieder-Olm. Dahinter kommt mit TuS Neuhausen das Überraschungsteam der Saison mit einem Spiel weniger im Rücken. Der VfL Gundersheim belegt schon mit einigen Punkten Rückstand den fünften Platz. Wie sehen die Vereine die bisherige Spielzeit und ihre Chancen im Titelkampf.
Der SV Horchheim hat die Enttäuschung nach dem verpassten Aufstieg in der letzten Saison hinter sich gelassen und ist wiederholt mittendrin um die Meisterschaft. Trainer Sascha Löcher: „Mombach spielt bislang eine herausragende Saison. Wenn sie im neuen Jahr genauso performen, sind sie nicht zu stoppen.“
Die einzige Niederlage der Mombacher fügte der SV Horchheim dem Tabellenführer zu. Schon im letzten Jahr führten die Mainzer die Tabelle in der Winterpause an und sind dann noch eingebrochen. Eine kleine Hoffnung für die Teams dahinter. Für Trainer Sascha Löcher wird der Kampf um den zweiten Platz sehr eng werden.
Nieder-Olm und Neuhausen sind ernst zu nehmende Konkurrenten. „Der TuS hat eine fantastische Hinserie gespielt und mit ihren Neuzugängen noch einmal das Team verstärkt. Das ist ein Titelanwärter“, weiß Sascha Löcher.
SVH punktet gut
Mit der Punkteausbeute ist der Coach sehr zufrieden. Gegenüber dem letzten Jahr sogar noch einmal eine Steigerung. „Aber spielerisch haben wir zu selten überzeugt.“ Das Ziel ist, guten Fußball zu spielen. Dass die Zuschauer gerne zu den Begegnungen des SVH kommen und Spaß haben zuzuschauen und das Team selbst Spaß am Fußball und an der Spielweise haben.
Trainer Sascha Löcher: „Wir haben letzte Saison die Latte hierfür besonders in der Hinrunde recht hoch gelegt und uns dann zeitweise selbst etwas an unserem Spiel berauscht.“ Das sein Team in dieser Saison schwer ins Rollen gekommen ist, hat für ihn mehrere Gründe. Zum einen, dass der verpasste Aufstieg doch relativ lange Nachwirkung zeigte. Auch die Ausgangssituation ist jetzt eine andere.
In jedem Spiel ist der SVH der Favorit und hat gefühlt etwas mehr zu verlieren als zu gewinnen. Die Leichtigkeit ist nicht mehr so vorhanden, was zu vielen hart erkämpften Arbeitssiegen führte. Der sportliche Leiter Benjamin Bürger ärgert sich vor allem über die zwei Heimniederlagen und das völlig unnötige Remis gegen Oppenheim. „Wobei die Niederlage gegen Nieder-Olm passieren kann. Es war ein Spiel auf Messerschneide. Das Derby gegen Neuhausen durften wir nicht verlieren. Lange Zeit in Überzahl gespielt. Da haben wir vieles vermissen lassen.“
Horchheim mit Kampfansage
Für die restliche Spielzeit ist der SVH sehr optimistisch. Sie werden alles daransetzen, um die verbleibenden dreizehn Spiele zu gewinnen.
„Wir haben uns im Laufe der Hinrunde weiterentwickelt und haben noch Luft nach oben. Trotzdem müssen wir erst einmal schauen, dass wir nicht überholt werden“, spricht Benjamin Bürger und fügt noch hinzu: „Die Qualität im Kader ist vorhanden. Nur müssen in jedem Spiel auch die fußballerischen Grundtugenden abgerufen werden.“ Das Team verlassen hat Sasa Ilic (nach Serbia Mannheim). Gekommen ist dafür Lucas Vardaxis vom SV Gimbsheim.
TuS Neuhausen zur Mannschaft geformt
Wie sieht Trainer Franz Graber die bisherige Saison seiner Jungs? Er hat nur ein Wort dafür übrig, „Überragend“. Was ist im Sommer passiert? Für den Coach eine einfache Antwort: „Im Gegensatz zur Vorsaison sind wir jetzt eine Mannschaft. Hier steht einer über dem anderen und alle ziehen an einem Strang.“ Wer der Werdegang von Trainer Franz Graber etwas beobachtet hat, sieht genau darin sein Erfolgsrezept. „Hmm, ich sage schon immer, wenn man als Mannschaft auftritt, ist im Fußball alles möglich.“
Kader in Neuhausen verstärkt
Dass der TuS so weit vorne in der Tabelle steht, kommt aber auch für ihn etwas überraschend. Nach seiner Aussage wird Mombach das Titelrennen für sich entscheiden. Spannend wird es um den zweiten Platz werden. Hierbei möchte der TuS ein Wörtchen mitreden. Dabei helfen können auf jeden Fall die vier Neuzugänge Benjamin Himmel, Mikheili Kopaliani, Christopher Ludwig und Kouam Tatchin. Damit wurde der Altersschnitt noch einmal nach oben gesetzt. Was aber für Trainer Franz Graber kein Problem bedeutet. „Klar sollt die Mannschaft nicht überaltert sein. Wobei mir das Alter egal ist, bei mir gibt es nur gute oder schlechte Fußballer, unabhängig vom Alter.“
Von den Jungen machte vor allem Sebastian Tecl, dem Trainer viel Freude. In der letzten Saison noch in der B-Klasse in Wiesoppenheim beheimatet, konnte er sich sofort im Sommer einen Stammplatz erkämpfen. Auf jeden Fall konnte die Qualität im Kader noch einmal gesteigert werden. Ein kleiner Nachteil könnte die Tatsache sein, dass nur noch vier Heimspiele zu absolvieren sind. Für Trainer Franz Graber spielt dies nicht so eine große Rolle.
TuS-Aufstieg keine Pflicht
„In unserer Situation ist es, glaube ich egal. Unser vorrangiges Ziel haben wir erreicht und können ohne Druck in diese Spiele gehen.“ Angewiesen auf den Aufstieg in die Landesliga ist der TuS aber nicht. Es wäre eine kleine Sensation für den Trainer. Der Vereine würde diese Aufgabe auch meistern. Auf jeden Fall ohne Trainerwechsel. Ob Bezirksliga oder Landesliga, der Trainer wird in der nächsten Saison Franz Graber sein. Die Spieler P. Gorbenko, J. Clery, J. Keil, G. Coccoli und T. Nuqueira haben den Verein verlassen.
Stolzer VfL Gundersheim
Auf Platz fünf überwinterte der VfL Gundersheim. Sicher ist der Rückstand auf den zweiten Platz schon recht groß angewachsen. Trotzdem kann der VfL mehr als zufrieden sein mit der bisherigen Saison. „Es ist eine der besten Runden, die der Verein in der Bezirksliga gespielt hat und darauf können wir stolz sein“, weiß Trainer Kevin Boos. Für ihn hätten es sogar fünf bis sechs Punkte mehr sein müssen. Was sie aus verschiedenen Gründen aber nicht getan haben.
Das Ziel von Trainer Kevin Boos ist auch klar definiert: „Wir sollten auf uns schauen und möglichst lange mit den ersten fünf Plätze in Verbindung gebracht werden.“ Sein Team spielt viel konstanter als in den letzten Jahren. Für den Trainer aber immer noch ausbaufähig. Beim Start in die restliche Spielzeit stehen drei Duelle gegen Teams aus dem Tabellenkeller an. Nicht gerade ein Vorteil für Trainer Kevin Boos: „Es muss erst alles gespielt werden und brauchen natürlich die richtige Einstellung dazu.“
Gundersheimer verlieren Stammkraft
Für ihn hat jetzt erst einmal eine gute Vorbereitung Priorität und bis Ende Mai hat sein Team eine klare Aufgabe noch umzusetzen. Wobei ihn schon einige Ideen beschäftigen, was die neue Spielzeit betrifft. Im Titelrennen sieht Trainer Kevin Boos die zwei Mannschaften vorne, die jetzt schon ganz oben stehen. Verkraften muss er den Abgang von Stammkraft Phil Wesner. Er wechselt zur RWO Alzey II. Neuzugänge sind bisher nicht geplant.