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  • Sa., 20. Januar 2024, 17:20 Uhr
    FUSSBALL: Wormatia und Gimbsheim kämpfen in unterschiedlichen Richtungen

    Wie ist der Stand in der Landesliga Ost?

    Im neuen Jahr gleich das Prestigeduell zwischen der Wormatia und Gimbsheim. Dabei wird es wahrscheinlich auch zwischen dem Wormaten Alexander Folk (links) und dem Gimbsheimer Adriano Fragomeli ein Wiedersehen geben. Foto: Marcus Diehl


    Von Marcus Diehl › Die Landesliga Ost verspricht diese Saison einen spannenden Kampf. Die beiden Spitzenteams Büchelberg und Bodenheim erlaubten sich in den beiden letzten Spieltagen jeweils eine Niederlage gegen Gimbsheim und Geinsheim. Zwei Mannschaften, die gegen den Abstieg spielen werden. Dies zeigt die Ausgeglichenheit der Liga und dass vieles noch möglich ist. Die Liga ist praktisch zweigeteilt. Jeweils acht Mannschaften spielen um den Aufstieg und gegen den Abstieg.

    In den oberen Rängen ist der VfR Wormatia Worms mit seiner U21 dabei. Sie stehen auf dem siebten Tabellenplatz mit acht Punkten hinter dem Tabellenführer. Diesen Rückstand haben sie sich selbst zuzuschreiben.

    Viele Punkte wurden nach einer komfortablen Führung noch vergeben: Gegen Ingelheim und Speyer jeweils 2:0 geführt und am Ende nur 2:2 gespielt oder gegen Jockgrim sogar 4:1 vorne gelegen und beim Schlusspfiff stand nur ein 4:4-Remis.

    Junger Altersdurchschnitt der U21

    Das weiß auch Trainer Konstantin Sawin: „Von den sieben Unentschieden hätten wir vier Spiele davon gewinnen müssen. Achtzig Prozent guten Fußball gespielt, dann so richtig nachgelassen, was in dieser Liga einfach nicht geht. Dazu viele individuelle Fehler und damit die ganze Mannschaft angesteckt. Außer in drei oder vier Partien waren wir immer die bessere Mannschaft.“

    Dies abzustellen wird das Hauptaugenmerk in der Vorbereitung zur restlichen Spielzeit in dieser Saison sein. Ein Unterfangen, was aber nicht so einfach werden dürfte. Die Qualität der Spieler ist durchaus vorhanden. Es ist eine Kopfsache, was auch mit dem jungen Altersdurchschnitt zu tun hat.

    Übung macht den Meister

    „Wir trainieren immerzu solche brenzligen Situationen, wobei die Jungs die richtigen Lösungen finden müssen. Aber Training und Punktspiele sind halt auch zwei unterschiedliche Dinge“, hofft Trainer Konstantin Sawin auf den Lerneffekt. Dabei sollen auch einige erfahrene Kräfte helfen.

    Im Sommer ging die Wormatia einen neuen Weg und verstärkte das Team nicht nur mit jungen Spielern aus der Jugend. Sie wollten der Situation entgegenwirken, anders als in der letzten Saison, als in der Rückrunde kaum noch Punkte geholt werden konnten und sie noch kurz in den Tabellenkeller abgerutscht sind.

    Oberliga-Spieler helfen aus

    Das Experiment ist für den Coach durchaus aufgegangen. Schade war nur, dass Vincenzo Bilotto, für den offensiven Part durch einige Verletzungen so lange ausgefallen ist. Die vielen Ausfälle waren die ganze Zeit ein Thema beim VfR. Teilweise hätten Konstantin Sawin gerade einmal elf Spieler zur Verfügung gehabt, wenn nicht die Unterstützung von der Oberliga dazugekommen wäre.

    Konstantin Sawin war sehr positiv überrascht, wie die Jungs von oben aufgetreten sind. „Sie haben einen großen Willen und viel Engagement an den Tag gelegt. Klar haben sie uns mit ihrer Qualität auch weitergeholfen. Sie haben sich auch freiwillig angeboten, bei uns zu spielen.“ Das dies natürlich zu Härtefälle führen kann, ist auch jedem klar. Plötzlich fanden sich einige auf der Ersatzbank wieder. „Das einige enttäuscht waren, ist nachvollziehbar. Wären sie es nicht, müsste ich mir mehr Gedanken machen. Aber die Jungs wissen das, wenn sie zu uns wechseln. Es wird klar kommuniziert, dass so etwas passieren kann.“

    VfR plant zweigleisig

    Für den restlichen Rundenverlauf schielt der VfR in beide Richtungen. Sie haben gelernt aus der Saison 2022-23. Die Qualität oben noch einmal anzugreifen, ist vorhanden. Es gilt nur sie umzusetzen. Wer weiß, wenn eine große Serie gestartet werden kann, was dabei am Ende herauskommt.

    Änderungen im Wormatia-Kader

    Änderungen gibt es im Kader nur bei zwei Personalien. Christopher Ludwig hat das Team nach einem halben Jahr wieder verlassen und geht nach Neuhausen. Als Ersatz wurde Elias Wekesser von der TSG Pfeddersheim verpflichtet.

    Zum Start gegen SV Gimbsheim

    Zum Start am 25. Februar kommt der SV Gimbsheim. Ein guter Auftakt dürfte für beide Teams sehr wichtig sein. Die harte Vorbereitung sollte sich ja auszahlen. Für Trainer Konstantin Sawin durchaus auch ein besonderes Spiel. „Allein wegen der Nähe der beiden Vereine. Man kennt sich halt auch. Ich denke, für Steven Jones wird es nicht anders sein, wegen seiner Vergangenheit beim VfR. Auf jeden Fall wird es ein schwerer Auftakt sein.“

    SV Gimbsheim schielt auf den Sieg

    Keine guten Erinnerungen hat Trainer Steven Jones, seit er Trainer beim SV Gimbsheim ist, an die Partien in der Landesliga: „Ich habe noch kein Spiel gegen Wormatia gewonnen. Aber wir werden unser Bestes geben, auf dass die Serie reist. Jedes Spiel muss erst einmal gespielt werden.“

    Nahe dran am Abstiegsplatz

    Der SV Gimbsheim steht zwei Punkte vor einen momentanen möglichen Abstiegsplatz. Das Team hatte mit vielen Verletzten zu kämpfen, sodass sie schwer in die Saison gekommen sind. Viele Stammkräfte wie Ali Aslan, Nico Scherer, Andreas Tillschneider, Dennis Mais und Luis Zaguhn sind am Anfang wochenlang ausgefallen. Im Laufe der Saison kamen noch Kevin Siebert und Daniel Gawlik hinzu. Alles schwer zu ersetzende Stammkräfte. Marcel Schuster wird in dieser Saison gar nicht mehr zur Verfügung stehen.

    Besserer Tabellenplatz war drin

    Trainer Steven Jones: „Wir hätten in der ersten Phase der Saison definitiv mehr Punkte holen müssen. Wir haben zwei Spiele in Überzahl nicht gewinnen können. Da hat die Qualität im eigenen Ballbesitz nicht gestimmt und dadurch viele naive Gegentore bekommen.“

    Zum Ende der Hinrunde besser geworden

    Was die Mannschaft im Stande sein kann, zeigte die zweite Hälfte der Saison. Der damalige Tabellenführer Büchelberg wurde bezwungen und in den letzten neun Partien wurde nur beim Tabellenzweiten Schifferstadt verloren. „Dies zeigt uns, dass eine gute Entwicklung vorhanden ist. Wir können gut einschätzen, warum es am Anfang nicht funktioniert hat. Denn die Mannschaft macht zwischenmenschlich und auf dem Platz viel Spaß.“

    Es wurden viele Spiele nur mit einem Punkt beendet, was einen in der Tabelle nicht viel weiter bringen wird. Für Trainer Steven Jones trotzdem wertvolle Punkte. „In dieser Phase mussten wir erst einmal Sicherheit gegen den Ball gewinnen, da war jeder Punkt wichtig.“ Schon in der letzten Spielzeit steckte der SV Gimbsheim im Abstiegskampf. Ob dies ein Vorteil für das Team sein kann? „Ich weiß es nicht. Man muss hart arbeiten, zusammenhalten und kämpfen.“

    Trainer Steven Jones hat die meiste Zeit als Spieler und auch als Trainer Abstiegskampf erlebt. Er ist es gewohnt und die Erfahrung besitzt er alle Mal. Auch die Verantwortlichen wissen, dass nicht alles optimal gelaufen ist und können die Situation richtig beurteilen.

    Mannschaft mit Charakter

    Verbesserungen sieht er z.B. bei der Verteidigung gegnerischer Standards, Verbesserung beim Kombinationsfußball und der Fitness der langzeitverletzten Spieler. Was ihn aber sehr optimistisch stimmt und ein großes Plus im Kampf gegen den Abstieg sein kann, ist auf jeden Fall der Charakter der Mannschaft und sein Teamgeist.

    Keine Neuzugänge

    Neuzugänge wurden keine gemeldet, nur Lucas Vardaxis hat das Team verlassen und wechselte zum SV Horchheim.
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