Kinder ab dem ersten Lebensjahr haben Rechtsanspruch auf Betreuungsplatz / Jetzt noch Fragebogen für städtische Bedarfsplanung bis 15. Juni zurücksenden und Wünsche mitteilen
Wie soll mein Kind betreut werden?
VON JUDITH OBERLE Jedem Kind, das bereits das erste Lebensjahr vollendet hat, steht in Deutschland der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung oder bei einer Tagespflegeperson zu. Obwohl es in Rheinland-Pfalz seit 2010 den Anspruch auf einen beitragsfreien Kindergartenplatz für über Zweijährige gibt, stellt dieses neue Gesetz auch die Wormser vor eine neue und schwierige Aufgabe, die es gilt möglichst schnell umzusetzen.
Wie viele Eltern ihre Kinder jedoch ab August in eine Kindertageseinrichtung unterbringen möchten, möchte die Stadt Worms durch einen Fragebogen erfahren, der bereits allen Haushalten mit Kindern unter drei Jahren vorliegt. Denn für einen bedarfsgerechten Ausbau von Betreuungsplätzen werden auf kommunaler Ebene sichere Planungsdaten über die von Eltern gewünschte Betreuung benötigt. Erhoben werden unter anderem die aktuelle Betreuungssituation sowie die Wünsche der Eltern hinsichtlich des Alters, der Betreuungszeiten und -orte. Je mehr Familien sich an der Aktion beteiligen und den Fragebogen noch bis zum 15. Juni zurück senden, desto besser kann die Stadt planen und zeitnah genug Plätze schaffen. Um möglichst aussagekräftige Daten zu erhalten, ist eine hohe Rücklaufquote notwendig. Derzeit liege die Rücklaufquote der Fragebögen bei 21 Prozent, betonten der Wormser Bürgermeister Georg Büttler und Tobias Schasse von der Abteilung 5.00 – Jugendhilfeplanung und Sozialplanung beim Pressegespräch am Montag in der KiTa Liebenauer Feld. Um jedoch ein aussagekräftiges Bild von der Situation zu bekommen benötige man eine Rücklaufquote von mindestens 40 Prozent.
Für das Kindergartenjahr 2013/2014 seien jedoch noch einmal 106 Plätze zusätzlich geplant, die jetzt bereits umgesetzt werden, so Büttler. Auch eine Fläche, auf der ein zusätzlicher Kindergarten geplant werden könne, habe die Stadt im Auge, so der Bürgermeister. Doch bevor dies alles in die konkrete Planung geht, ist es wichtig, die Informationen der Eltern zu erhalten.
Wer den Fragebogen noch nicht beantwortet hat, ihn aber verlegt hat, der hat die Möglichkeit bei Tobias Schasse unter Telefon 06241/853-5002 oder tobias.schasse@worms.de einen neuen zu erhalten.
Für Eltern ist diese Befragung eine große Chance, ihre Wünsche der Stadtverwaltung mitzuteilen. Foto: Judith Oberle