Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
Sie sind hier: Startseite » Sport » Wieder neue Bestleistung, wieder verloren
Mo., 29. Oktober 2018, 13:08 Uhr
KSV Worms Gewichtheber lieferten in Trier einen spannenden Kampf und respektable Leistung ab
Wieder neue Bestleistung, wieder verloren
Die Aktiven des KSV Worms und der Kylltalheber Trier in „freundschaftlicher Konkurrenz“.
Am Samstag mussten die Gewichtheber vom KSV Worms den langen Weg nach Trier antreten, um ihren zweiten Saisonkampf in der Landesliga zu bestreiten. Da Trainer Uwe Seehaus leider verhindert war, mussten der Abteilungsleiter Paul Brückner und sein Sohn Jan Brückner die Betreuerfunktion übernehmen. Sie sahen einen spannenden Krimi bis zum allerletzten Versuch. Leider waren es mal wieder die Gegner, die feiern durften. Mit Saisonbestleistung von 177,7 Kilopunkten verlor der KSV Worms bei den sympathischen Kylltalhebern aus Trier.
Nach einer fast einjährigen Pause kam Lucas Hummel endlich wieder zum Einsatz. Mit großem Trainingsrückstand waren die Erwartungen nicht überschwänglich, aber er hob mit 70 Kilogramm im Stoßen weitaus mehr als erwartet und sorgte mit 16 Kilopunkten für einen gelungenen Anfang. Youngster Andreas Merkel (14) konnte mal wieder glänzen mit Bestleistung in Reißen von 68 kg, seine 75 kg im Stoßen brachten 22 Kilopunkte auf das KSV-Konto. Routinier Thomas Schüttler, immerhin amtierender Deutscher Meister der Masters, konnte seinen Trainingsrückstand etwas aufholen und packte endlich wieder die 95 kg im Stoßen. Die angestrebten 100 kg wird er sich sicherlich für den ersten Heimkampf und dem eigenem Publikum aufheben.
Artur Kraft brachte mit 95 kg im Reißen und 115 kg im Stoßen eine respektable Leistung auf der Bühne. Er scheiterte nur um Haaresbreite an der Saisonbestleitung von 120 kg im Stoßen. 44,4 Kilopunkte waren seine Ausbeute. Wieder mal der Star des Kampftages war Zeni Tabaku. Der ehemalige Junioren-Europameister brachte mal wieder die absolut höchsten Gewichte zur Hochstrecke. Da der Kampf bis zum allerletzten Versuch, der Tabaku vorbehalten war, auf des Messers Schneide lag, ließ er sage und schreibe 138 kg auf die Hantel legen, die den Sieg mit 0,4 Punkten Vorsprung bedeutet hätten.
Das fast Unmenschliche gelang ihm aber leider nur fast. Er musste das Gewicht leider doch fallen lassen und so jubelten die Zuschauer von Trier. Selbstredend, dass Tabaku mit 95 Kilopunkte der absolut beste Heber des Tages war. Es ist schade, dass der KSV mit diesen Leistungen leider wieder verloren hat. In der Landesliga Gruppe B wäre der KSV Worms mit diesen Leistungen mit an der Tabellenspitze, aber so müssen die Jungs doch noch eine Schippe drauflegen, um eine Chance für das Finale zu haben. Zweifelsohne wird Trainer Uwe Seehaus daran arbeiten, um dieses Ziel zu erreichen