
Mit einem Allegro aus einem Streich-Quartett von Joseph Haydn eröffneten Schüler der Lucie-Kölsch-Jugendmusikschule musikalisch die Einbürgerungsfeier, zu der sich 19 Männer und Frauen aus 12 verschiedenen Nationen am vergangenen Donnerstag im Ratssaal des Wormser Rathauses eingefunden hatten. „Heute ist für Sie, aber auch für die Stadt Worms ein besonderer Tag. Für Sie beginnt heute ein neuer Lebensabschnitt – nun sind Sie deutsche Staatsbürger mit allen dazugehörigen Rechten und Pflichten“, verdeutlichte Oberbürgermeister Michael Kissel. Worms sei tolerant und weltoffen. „In unserer Stadt sind 140 verschiedene Nationalitäten vertreten.
Der Kulturenreichtum ist für uns schon immer eine Bereicherung gewesen und unserer Stadt ging es immer dann am besten, wenn Menschen verschiedenster Herkunft friedlich zusammengelebt haben", blickte der Stadtchef zurück auf die bewegte Vergangenheit von Worms und warb für ein buntes Miteinander. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des globalen wirtschaftlichen Wettbewerbs sei Deutschland auf Zuwanderung angewiesen. . „Wir brauchen Menschen, die ihre Talente und Fähigkeiten in die Gesellschaft einbringen und damit zur Wertschöpfung und zum Wohlstand in unserem Land beitragen“, merkte Michael Kissel an.
Das interkulturelle Verständnis und den Respekt füreinander zu pflegen, seien heutzutage wichtige Aspekte. „Wir freuen uns über all diejenigen, die sich die Nibelungenstadt als neue Heimat ausgesucht haben und hier dauerhaft Wurzeln schlagen wollen“. Für die Einbürgerung sind bestimmte Voraussetzungen notwendig: eine ununterbrochene Aufenthaltsdauer in Deutschland von mindestens acht Jahren, keine Vorstrafen, ein eigenes Einkommen sowie das Bekenntnis zur deutschen Rechtsordnung und zur Demokratie. „An erster Stelle steht jedoch das Beherrschen der deutschen Sprache, um sich mitteilen und mit anderen kommunizieren zu können“, betonte der Oberbürgermeister in seiner Ansprache. Für eine gelungene Integration müsse man nicht die eigenen Wurzeln aufgeben, sondern offen für die neue Kultur sein. Jedem der neuen Wormserinnen und Wormser händigte Michael Kissel die Staatsbürgerschaftsurkunde und das Grundgesetz aus. Eine Bildergalerie wird in den kommenden Tagen auf der städtischen Homepage veröffentlicht.
Am Ende der Feier hörten die Eingebürgerten die Deutsche Nationalhymne erstmals als deutsche Staatsbürger und Bürger der Europäischen Union.
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