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  • Di., 18. Juni 2013, 12:47 Uhr
    SPD Stadtratsfraktion im Gespräch mit dem ADFC

    Willkommenskultur für Fahrradfahrer schaffen

    Fahrradfahren ist gut für die Gesundheit, schont Ressourcen und Geldbeutel und ist in der Innenstadt eine schnelle Form der Fortbewegung. Diese Vorteile werden von vielen Menschen so wahrgenommen. Die SPD-Stadtratsfraktion will das Fahrradfahren in Worms weiter voranbringen und widmete sich deshalb intensiv diesem Thema.

    In der Nibelungenstadt hat sich bereits Einiges getan: So wurde zum Beispiel die Stelle des Fahrradbeauftragten geschaffen. Helmut Gerlach kümmert sich in Worms um die Anliegen der Radfahrer und ist Bindeglied zur Verwaltung. „Seine gute Arbeit ist auch in der SPD Fraktion bekannt.“, so die baupolitische Sprecherin Heidi Lammeyer, die die gute Zusammenarbeit mit dem Fahrradbeauftragten lobte. Weitere Maßnahmen für Radfahrer im Stadtgebiet sind beispielsweise Fahrradschutzstreifen an vielen Stellen und Abstellbügel für parkende Fahrräder. All dies erläuterten Vertreter des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) im Gespräch mit den Mitgliedern der Stadtratsfraktion. Vorsitzender Timo Horst betonte, wie wichtig der regelmäßige Austausch mit dem Fahrradverband sei, um die politischen Entscheidungsträger der Stadt für die Bedürfnisse und Probleme der Radfahrer zu sensibilisieren. Ein Problem, das angesprochen wurde, ist der Zellertal-Radweg zwischen Pfeddersheim und Leiselheim, der durch den Pfrimmpark führt und weiter von der Binger Straße zum BIZ. Hier wünscht sich der ADFC eine Asphaltierung auf der ganzen Länge, da der Weg von vielen Schülern, Berufs- und Freizeitradlern aber auch Radtouristen bis zum Donnersberg benutzt werde. Hier sei man in Gesprächen mit der Stadt, allerdings wehrt sich der Naturschutz gegen die Versiegelung von Radwegen in der freien Landschaft.

    Ein Schwerpunkt des Treffens war der „Fahrradklimatest 2013“ des ADFC: Eine Umfrage, an der über 250 Fahrradfahrer aus Worms teilgenommen hatten. Bei der Vorstellung der Ergebnisse in der Fraktionssitzung machte der Vorsitzende des ADFC, Dieter Dohmeier allerdings deutlich, dass die Befragung zwar nicht repräsentativ sei, dafür aber wichtige Hinweise auf weitere Handlungsfelder in Sachen Radverkehr im Stadtgebiet gebe. Das Ergebnis der Umfrage lasse sich so zusammenfassen, dass Worms zwar auf einem guten Weg sei, an bestimmten Stellschrauben aber noch Handlungsbedarf bestehe. Dohmeier betonte, dass eine Stadt nicht nur durch bauliche Maßnahmen zu einer radfreundlichen Stadt werde, sondern insbesondere durch eine offene Willkommenskultur für Radfahrer. Dabei spiele insbesondere die gegenseitige Rücksichtnahme der verschiedenen Verkehrsteilnehmer eine entscheidende Rolle.

    Fraktionsvorsitzender Horst sicherte zu, dass sich die SPD gemeinsam mit Oberbürgermeister Michael Kissel auch weiterhin dafür einsetzen werde, Worms noch attraktiver für Radfahrer zu gestalten. Einigen der Problemfälle, die in der Umfrage genannt wurden, werde sich die Fraktion zeitnah annehmen. So beispielsweise dem unzureichenden Radstreifen durch den Neuhauser Tunnel und einem geforderten Infopunkt für den Radtourismus, eine überdachte Abstellanlage an einem zentralen Punkt, die sowohl Radtouristen als auch der Wormser Bevölkerung einige abschließbare Boxen für Fahrräder und Schließfächer für Gepäck bietet.

     

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