Langsam merkt man es auch an den Temperaturen: Der Winter kommt, und mit ihm schwierige Witterungsbedingungen. In einigen Teilen von Rheinland-Pfalz könnte es in der kommenden Woche sogar schneien, auch in den tieferen Lagen wie Worms und Umgebung. Vor allem bedingt durch das Wetter passieren im Winter tendenziell mehr Unfälle als in den Sommermonaten. Wie aus einer Sendung des WDR hervorgeht, werden rund zwei Drittel der Autounfälle im Winter verursacht. In Rheinland-Pfalz wurden 2012 insgesamt 19.000 Unfälle verzeichnet. Es ist davon auszugehen, dass ein weitaus größerer Teil dieser Unfälle in den Wintermonaten geschehen ist.
Neben den schlechten Witterungsverhältnissen gibt es noch andere Faktoren, die auf das erhöhte Unfallrisiko während der Wintermonate Einfluss nehmen:
Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Das sorgt dafür, dass es auch über längere Tagesabschnitte dunkler ist. Konsequenz: Die Sicht wird schlechter und Geschwindigkeiten lassen sich schwieriger einschätzen.
Auch widrige Witterungsbedingungen wie Hagel, Schneefall und starker Regen erschweren dem Autofahrer die Sicht. Generell ist eine verschlechterte Sicht immer gleichzusetzen mit einem erhöhten Unfallrisiko.
Durch nasses Laub, Glatteis und Schnee sind die Straßen oft rutschig und generell schlechter befahrbar. Darum sollte man gemäß einer Faustregel von Oktober bis Ostern das Auto mit Winterreifen ausstatten. Qualitativ hochwertige Winterreifen können das Unfallrisiko durch glatte Straßen bereits um ein Vielfaches senken. Wer sein Auto noch nicht winterfest gemacht hat, sollte sich möglichst schnell mit den richtigen Winterreifen auf den kommenden Winter vorbereiten.
Winterreifen mit ausreichend Profil Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt zwar 1,6mm, aber der ADAC rät dazu, im Winter keine Reifen mit weniger als einem 4mm-Profil zu nutzen. Außerdem sollten die Winterreifen nicht älter als zehn Jahre sein. Wichtig ist es zudem, den Reifendruck zu prüfen. Der Luftdruck der Winterreifen sollte mindestens 2 bar betragen.
Beleuchtung Besonders bei ohnehin schon schlechter Sicht ist eine funktionierende Beleuchtungsablage unabdingbar. Darum sollte diese frühzeitig überprüft werden.
Frostschutz Frostschutz kann zwar keine Autounfälle verhindern, aber Schäden am Auto vorbeugen. Eis im Kühlsystem kann nämlich zu Motorschäden führen und sollte darum in einer Werkstatt oder Tankstelle überprüft werden. Auch in die Scheibenwaschanlage sollte man Winter-Reiniger einfüllen. Dieser spezielle Reiniger enthält nicht nur Frostschutzmittel, er entfernt auch besonders effektiv wintertypischen Schmutz von der Scheibe.
Erste-Hilfe-Kasten, Warndreieck und Warnweste Sollte es im Winter zu einem Unfall kommen, ist es besonders wichtig, sofort ein Warndreieck aufzustellen und dabei auch die Warnweste zu tragen, um von den übrigens Verkehrsteilnehmern auch bei schlechten Sichtverhältnissen rechtzeitig gesehen zu werden. Man sollte zudem unbedingt überprüfen, ob der Inhalt des Erste-Hilfe-Koffers den Sommer unbeschadet überstanden hat. Schließlich kann ein vollständiger, gut ausgestatteter Erste-Hilfe-Kasten im Ernstfall Leben retten.
Fuß vom Gas Die wichtigste Maßnahme, um Unfälle im Winter zu vermeiden heißt "Fuß vom Gas". Denn wer langsam unterwegs ist, kann Gefahren frühzeitig erkennen und ihnen trotz eines durch Schnee, Eis, Regen oder Laub verlängerten Bremsweges ausweichen. Außerdem sollte man vor allem im Winter niemals vergessen, den Sicherheitsgurt anzulegen, um bei einem möglichen Unfall das Schlimmste zu verhindern.