Mi., 17. Januar 2018, 10:48 Uhr
SPD stellt Prüfantrag im Stadtrat / Elektronische Linienbus-zu-Linienbus-Kommunikation als Lösung?
Winzerstraße in Leiselheim soll sicherer werden
In Leiselheim quälen sich Lastkraftwagen, Schulbusse oder größere Traktoren bereits seit Jahrzehnten in der Winzerstraße durch die enge Ortsdurchfahrt. „Begegnen sie sich, wird es richtig eng“, berichtet Patricia Sonek, Leiselheimer Stadträtin. Dann komme es zu extrem gefährlichen Situationen für alle Verkehrsteilnehmer – inklusive der Fußgänger, da aufgrund der Enge kein Bürgersteig existiere.
„Da die Linienbusse nicht aneinander beziehungsweise nicht am Begegnungsverkehr mit zum Beispiel Großraum- oder Geländelimousinen vorbei kommen, muss oft in mühsamer, gefährlicher und unerlaubter Weise rückwärts gefahren werden“, so Sonek weiter. In der Folge werden alle dort am Verkehr teilnehmenden Personen unzumutbar gefährdet.
Zwar habe es schon bevor der neue Busplan für die Linie 405 umgesetzt worden sei, traditionell erhebliche Problemen in der Hauptdruchgangsstraße gegeben. „Allerdings ist mit dem aktuellen Busplan leider verstärkt noch ein wiederkehrender Begegnungsverkehr der Linienbusse in der Winzerstraße hinzugekommen“, beobachtet Sonek die nachteilige Entwicklung mit Skepsis und Sorge.
„Hoffentlich kann der Prüfantrag der SPD-Stadtratsfraktion zumindest eine kleine Wende einleiten“, wünscht sich Patricia Sonek gemeinsam mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Timo Horst, denn hier sei „dringend ein wirksames Konzept gefordert, wie künftig alle Betroffenen geschützt werden könnten“.
Sofern der SPD-Prüfantrag im Stadtrat angenommen wird, wird die Verwaltung beauftragt, zu prüfen, wie die Verkehrssituation in der engen Ortsdurchfahrt in der Winzerstraße optimiert werden kann. „Ziel ist, dass sich begegnender Verkehr von Bussen, Lastkraftwagen oder etwa Traktoren nicht weiter gegenseitig behindert sowie, dass es zu weniger Verkehrsstaus kommt“, fasst der Sprecher der SPD im Ortsbeirat Dirk Dörsam den Prüfantrag zusammen. „Für unsere Linienbusse könnten wir uns eine elektronische Bus-zu-Bus-Kommunikation oder elektronisch-gestützte Warnhinweis vorstellen“, schlägt Timo Horst abschließend einen konkreten Ansatz zur „verfahrenen“ Situation vor Ort vor – denn weder wird die Straße breiter noch werden die verkehrenden Fahrzeuge schmaler.