
Marcus Diehl › Der erste Testspielsieg für den VfR Wormatia Worms ist unter Dach und Fach: Der Gruppenligist VfR Fehlheim wurde mit 4:2 (2:1) bezwungen. Eine Gruppenliga in Hessen ist aus dem heimischen Bereich mit der Landesliga gleichzusetzen. Es ging also gegen ein Team, das zwei Klassen tiefer als die Wormatia beheimatet ist. Für Trainer Marco Reifenscheidt war es Zeit, dass sein Team wieder einmal ein gutes Spiel abliefert.
In der Offensive wurden einige Torchancen herausgespielt, auf der anderen Seite wurden aber auch zu viele Chancen für die Gäste zugelassen. Die Defensivreihe stand auch wieder in einer veränderten Formation. Auf der rechten Abwehrseite agierte Kosuke Ota, dadurch wechselte Moritz Gotthardt auf die linke Seite. In der Mitte standen Luca Jensen und Laurenz Graf, zwei Spieler die für die Mittelfeldzentrale.
„Wir mussten kurzfristig einige Änderungen in der Defensive vornehmen“, so Marco Reifenscheidt, „wenn Abwehrdirigent Ivan Smiljanic nicht auf dem Platz steht, fehlt einfach die stabile Konstante in der Defensive“. Smiljanic stand, dick eingepackt, neben der Auswechselbank. Dazu gesellten sich auch die Akteure Luca Manganiello, Evzi Saiti, Erijon Shaqiri und Jason Onyejekwe, während Costa de Figueiredo auf dem Nebenplatz spezielle Einheiten mit Fitnesscoach Sascha Switalski absolvierte.
Leider wurden nicht alle Chancen konsequent genutzt. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Torhüter der Gäste einige sehr gute Reaktionen zeigte, wie bei der ersten Chance von Mert Özkaya in der Anfangsphase, als er mit einem Reflex mit dem Fuß den Einschlag im Tor verhindern konnte. Auch den Konter von Julian Marquardt – nach einem Befreiungsschlag der Wormatia – blieb Kevin Darmstädter, der Sieger. Sein Abschluss war aber auch zu zentral. Trainer Reifenscheidt hierzu: „Nach vorne waren wir verbessert, was die Chancenerarbeitung betrifft. An der Effizienz müssen wir aber noch arbeiten“
Nach einem gut gespielten Doppelpass mit Julian Marquardt traf Mert Özkaya zur Führung. Den zweiten Treffer vor der Pause erzielte Irfan Cataovic. Anschauungsunterricht kam von den Gästen, was die Ausführung eines Eckballs betrifft. Während bei der Wormatia diese entweder nur halbhoch oder zu lang in den Strafraum segelten, zeigte Fehlheim beim Anschlusstreffer, wie es gehen kann. Nach einer perfekt getimten Hereingabe konnte Luke Steinmetz mühelos einköpfen. Weitere Treffer der Gäste wären möglich gewesen…
Andre Gitau agierte als der spielende Mittelstürmer in der vordersten Front. Er ging immer wieder mutig in die Eins-zu-Eins-Situationen, konnte in einigen Szenen seine Mitspieler auch gut einsetzen. Bei anderen Gelegenheiten war es vielleicht ein Schwenker zuviel oder er hätte selbst einmal den Abschluss suchen können. Alles Dinge, die einem jungen Spieler mehr als zu verzeihen sind. Denn genau diese Unbekümmertheit sollte er auf das Feld bringen.
In der zweiten Hälfte erhöhte Mert Özkaya mit zwei weiteren Toren auf 4:1. Mit einem Sonntagsschuss in den Winkel durch Alexander Butz verkürzte Fehlheim zum Endstand. „Natürlich hätten wir gerne mehr Tore geschossen. Wichtig war mir, dass wir überhaupt welche herausspielen. Unter den Umständen war ich mit dem Spiel zufrieden und wir sind auf einem guten Weg“, erläuterte der Coach im Anschluss.
Noch sind drei Wochen und drei Testspiele Zeit, dann sollte die Form stimmen, um Punkte in der Oberliga holen zu können. Am Mittwoch geht es beim VfR Bürstadt um 19.30 Uhr gegen den Ligakontrahenten Viktoria Herxheim.