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  • Mo., 05. Dezember 2016, 10:36 Uhr
    Außenbauarbeiten fast abgeschlossen / Im Januar beginnt der Innenausbau im Haus am Dom

    „Wir haben hier keinen Luxus“

    Alles läuft nach Plan. Anfang 2017 soll der Rohbau für das Haus am Dom unmittelbar am Dom fertig sein. Foto: Regina Urbach


    VON REGINA URBACH Zum sonnig-kalten Baustellenrundgang lud Dompropst Tobias Schäfer gemeinsam mit Klaus Berg (stellv. Vorsitzender Verwaltungsrat), Markus Landua (Vorsitzender Pfarrgemeinderat Domgemeinde), Rainer Cebulla (Diözesanbauamt) und Architekt Jürgen Hamm am Samstag die Presse ein. Der Rohbau des Hauses am Dom wird Ende 2016, Anfang 2017 abgeschlossen, es folgt der Innausbau. Bis März rechnet der Dompropst je nach Wetter mit dem Richtfest, mit der Eröffnung im Oktober.

    Man konnte bereits erahnen, wie die historische Piscina ins Entree eingegliedert wird, wie der barrierefreie Zugang in die oberen Geschosse aussehen wird und welche Räume entstehen. Der Giebel zum Dom zeigt die Höhe, mit der zu rechnen ist. Charme verspricht die Einbindung des Kreuzgangs als Freigelände, etwa für Konzerte. „An der Farbe der Fassade tüftelten wir noch“, berichtete Jürgen Hamm. Zur Demonstration dienen zwei Wandmodelle in Sandsteinoptik am Baustelleneingang.

    „Wir haben hier keinen Luxus“, betonte der Probst. Statt ursprünglich veranschlagter 4,5 Millionen Euro wird durch die Einbindung der aufgefundenen Piscina nun mit einer halben Million mehr Baukosten gerechnet. Die Räume sind überschaubar, die Ausstattung entspricht zeitgemäßen Anforderungen an Dämmung und energiebewusstes Heizen (Wärmepumpe). Das Café mit seinen Rundbogenarkaden im Erdgeschoss soll auch Besucher und Touristen anziehen. Im Haus Lioba, wo der Kindergarten bleibt, wird dann mehr Platz entstehen, auch für eine U3-Gruppe, so Schäfer. „Der Baufortschritt verläuft nach Plan“, lobte er. Ob man zum Richtfest wieder auf die Gegner zugehen werde, ließ er offen. „Wichtig wäre der Temin, denn bis dahin wurden von ihnen weiterhin Proteste angekündigt.“

    Passenderweise hatte am Abend zuvor der Vortrag des Kunsthistorikers Dr. Ferdinand Werner vor dem Altertumsverein frühere Pläne aus dem Domarchiv zur Bebauung der Domsüdseite seit ca. 1800 vorgestellt. Demnach besteht die Idee eines Pfarrhauses am Dom seit 200 Jahren. In den 1850er Jahren wurde erstmals ein Wunsch nach dem freien Blick auf den Dom artikuliert. Bürgerproteste gegen Baupläne gab es bereits zur Weimarer Zeit. Pläne wie Proteste wurden später wegen anderer politischer Prioritäten obsolet.

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