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  • Mi., 08. Juni 2016, 18:10 Uhr
    Jamie wird in Heidelberg nach hochdosierter Chemo auf Transplantation vorbereitet / Stunde Null beginnt am 21. Juni

    „Wir stehen vor der schwersten Zeit unseres Lebens”

    Der gemeinsame Ausflug ins Hochsauerland war für Familie Neiss von unschätzbarem Wert.


    Am Mittwochmorgen wurde Jamie in Heidelberg auf der Onkologie isoliert und wird ab Donnerstag auf die Transplantation vorbereitet. Dann beginnt die sogenannte Konditionierung. Jamie erhält eine sehr hochdosierte Chemotherapie. Durch diese so genannte Konditionierungstherapie werden Krebszellen, aber auch Blutstammzellen und Immunzellen von Jamie abgetötet. Zusätzlich sind Antikörpergaben notwendig, um das Immunsystem von Jamie zu zerstören. Am 20. Juni wird Peggy Neiss eine blutbildungsfördernde Substanz gespritzt und Blut entnommen. Eine Prozedur, die mindestens 5 Stunden in Anspruch nimmt, bei der aus dem Blut periphere hämatopoetische Stammzellen herausgefiltert und entnommen werden.

    „Können nur hoffen und beten”

    „Am 21. Juni beginnt für Jamies die Stunde Null”, erklärt Vater Klaus Neiss, „dann erfolgt die eigentliche Transplantation”. Die nächsten Tage und Wochen werden sehr sehr schwierig werden, da es zu sehr vielen Komplikationen kommen kann. „Ab jetzt können wir nur noch hoffen und beten, dass er die Kraft hat, die Konditionierung zu überstehen und dann auch die Stammzellen meiner Frau annimmt”, betont Klaus Neiss. „Wir stehen vor der schwersten Zeit unseres Lebens”, weiß der Vater.

    Mut und Lebensfreude vermittelt

    Am letzten Wochenende waren alle zum vorerst letzten Mal als ganze Familie zusammen. „Strahlemaennchen.de – Herzenswünsche für Krebskranke Kinder e.V.” haben die Wormser ins Hochsauerland eingeladen und ein Ferienhaus kostenlos zur Verfügung gestellt. „In diesen drei Tagen haben uns Eric und Joanna Junge unglaublich viel Kraft, Mut und Lebensfeude vermittelt”, so Klaus Neiss, der dankbar für die wichtige Zeit für und mit Jamie ist. „Er konnte endlich mal wieder frei sein”, kann der Familienvater die Arbeit es Vereins gar nicht hoch genug schätzen und hofft, dass viele Menschen das Engagement im Sauerland zugunsten Krebsranker unterstützen. Weitere Infos erfährt man über www.strahlemaennchen.de.

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