WORMS-HORCHHEIM: Große Pflanzaktion des AWO Kreisverbandes Worms e.V. und der SPD-Fraktion
„Wir tun was für Bienen!“
Kinder und eine Erzieherin der Kita Regenbogen, Edtih Brodhäcker und Hans Herbert Rolvien (von links).
Es heißt: Als Erwachsener schützt man das, was man als Kind lieben gelernt hat. Die Idee zur Aktion entstand als Kooperationsprojekt mit „AWO blüht auf!” des AWO Kreisverbandes Worms e.V. und einem Antrag der SPD-Fraktion aus dem Horchheimer Ortsbeirat. Die Aktion möchte gemeindlichen Raum mit Blumen lebendig gestalten und Lebensräume für Insekten schaffen, um vor allem auch das Bewusstsein für die massive Bedrohung dieser nützlichen Tiere zu wecken. Denn Pestizide, Krankheiten und Monokulturen setzen besonders den Bienen ordentlich zu.
Die Stadt war sofort von der Idee begeistert, sodass Hans Herbert Rolvien bei Dieter Rauh und Maja Falter von der städtischen Abteilung 6.7 Grünflächen und Gewässer, ein offenes Ohr für dieses Projekt fand und die Zusage für die Zusammenarbeit in einem Gemeinschaftsprojekt erhielt. Von den sehr engagierten Mitarbeitern der ebwo wurde zunächst nicht nur die Grasnarbe abgetragen, sondern auch der über Jahre stark verdichtete Boden mit dem Bagger aufgebrochen. Danach übernahmen Ernst Brodhäcker und Hans Herbert Rolvien die anstehenden umfangreiche Fräsarbeiten, bei der auch fast 2 Tonnen Sand mit eingearbeitet wurden, um den Blühstreifen für die Sä-Aktion vorzubereiten.
Kita-Leiterin Corinna Carstensen freute sich über die Einladung: „Viele unserer Kinder leben dort in der Siedlung unseres Stadtteils. Da lag es nahe, dass wir uns an der Aktion beteiligen“. Bei sonnigem Wetter trafen sich am nächsten Tag die Kinder und Erwachsenen in der Zollhaussiedlung in Horchheim und das Gewusel beim Bepflanzen des Blühstreifen glich dem in einem Bienenstock.
Ein besonderes Erlebnis
Selbstverständlich wurden die Kinder für ihr Engagement beim Mitmachen mit einer Überraschung von Edith Brodhäcker und Elisabeth Rolvien belohnt. Beide waren sich einig; „Es ist eine wunderbare Idee, Kinder in die Pflanzaktion einzubinden. So erhält sie noch stärkeres Gewicht. Für die Kitakinder ist es ein besonderes Erlebnis und eine bereichernde Erfahrung.“
Das wäre ohne Unterstützung zahlreicher Projektpartner nicht möglich. Dazu zählen die Stadtverwaltung, der ebwo, Doris Franke, die ihren Wasseranschluss zur Verfügung stellte und vor allem gute Nachbarn, die für die Fräs- und Transportarbeiten ihre Zeit und ihr Equipment unentgeltlich bereit stellten.
„Ein positiver Aspekt bei dieser Aktion, der mein Herz besonders höherschlagen ließ, ist die gute und schnelle Kooperation verschiedener Unterstützer, denn Vernetzung und das Über-den-eigenen-Tellerrand-Hinausschauen ist in der heutigen Zeit einfach wichtig! Ob es die Absprachen, Bestellungen oder die Lieferung waren, alles hat perfekt geklappt, vielen Dank!“ so Initiator Hans Herbert Rolvien.