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  • Di., 28. September 2021, 14:39 Uhr
    Zweite Klausurtagung des Seniorenbeirats der Stadt Worms mit lebhafter Debatte

    Wirken und Reichweite verstärken

    Der Wormser Seniorenbeirat debattierte am Samstag seine Arbeit und Ziele in einer Klausur.

    Am Samstag, dem 25. September, traf sich der Seniorenbeirat der Stadt Worms zu seiner zweiten Klausurtagung im Saal der Magnusgemeinde in der Wormser Innenstadt. Die Klausurtagung startete mit einem Rückblick der Anwesenden auf die vergangenen eineinhalb Jahre und einem Ausblick auf die Weiterarbeit für die nächsten zwölf Monate.  Schwerpunkte der Arbeit des Wormser Seniorenbeirats werden die Themen Gesundheit, Sicherheit, Mobilität und Öffentlichkeitsarbeit sein. Baldmöglichst sollen auch wieder stärker Kontakte in Präsenz gepflegt und Veranstaltungen angeboten werden, was während der Pandemie nur sehr eingeschränkt möglich war.


    Damit das Engagement, sich für die Anliegen der Wormser Seniorinnen und Senioren weiter einzusetzen,  wieder neuen Schwung bekommt, nahmen sich die Beiratsmitglieder den ganzen Tag und ein Mittagessen Zeit, um wieder miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Ideen für das kommende Jahr  zu entwickeln. 


    Während des Vormittags berichteten die Anwesenden, wie sie die Zeit der Pandemie persönlich aber auch im Hinblick auf die Arbeit des Beirates erlebt hatten. Während der Aussprache wurde deutlich, dass die Mitglieder die Zeit der Lockdowns sehr unterschiedlich erlebt haben. Der Bogen spannte sich von "Für mich hat sich gar nichts verändert, Homeoffice war für mich vorher bereits Alltag" über "Ich wurde als Rentnerin plötzlich wieder im Betrieb gebraucht, ich wurde wieder berufstätig" bis hin zu "Ich habe die Zeit für meine persönliche Fort- und Weiterbildung genutzt". Einhelliger Tenor war, dass man zwar viel über den Umgang mit Videokonferenzen gelernt habe, die auch für die Arbeit des Beirates wichtig wurden, dass aber Präsenzveranstaltungen und der Austausch am Rande von Veranstaltungen gefehlt hat.


    Beirat auch im Lockdown aktiv

    Insgesamt war der Seniorenbeirat jedoch - auch während der Lockdown- und Pandemiezeit – ziemlich aktiv. Das machte die Auflistung der Unternehmungen auf drei Pinnwänden im Saal deutlich: Von der aktiven Teilnahme an Sendungen über den Offenen Kanal, über die Teilnahme an geführten Hitzetouren in Worms bis zur Einrichtung einer Rollatoren-Spaziergang-Gruppe monatlich im Wormser Wäldchen. Aktuell wird ein Handbuch zur internen Benutzung erstellt. Dies soll insbesondere bei Anfragen von Wormser Bürgerinnen und Bürgern den Beiratsmitgliedern während der Sprechstunden helfen, an die richtigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner innerhalb und außerhalb der Verwaltung zu vermitteln.


    Der Seniorenbeirat beteiligte sich an der Initiative, die Bahnhofstoilette zu renovieren und wieder für die Öffentlichkeit zugängig zu machen. Zudem erstellte der Seniorenbeirat eine eigene Homepage, einen Flyer über die Arbeit des Seniorenbeirats und über die Benutzung von Fahrscheinen im regionalen ÖPNV. Der Beirat schloss sich in den vergangenen Monaten der Initiative gegen den Abbau von Geldautomaten in den Vororten an, erreichte, dass es zukünftig Haltegriffe im Theater an besonders steilen Treppenabschnitten gibt und lud in einer der wenigen Sitzungen in Präsenz Herrn Hierse, einen ausgebildeten Sicherheitsberater für Seniorinnen und Senioren, zum Thema "Enkeltrick" ein. In diesem Zusammenhang unterstützte der Seniorenbeirat die Plakataktion der rheinland-pfälzischen Polizei "Liebe Oma, lieber Opa - lasst Euch nicht reinlegen" und sorgte für den Aushang  in Worms und Vororten. 


    Das Engagement für diese zahlreichen Aktivitäten kam dabei aus den vor eineinhalb Jahren gegründeten Arbeitsgemeinschaften "Öffentlichkeitsarbeit", "Mobilität" und "Sicherheit".  Daneben bringt der Vorstand bei den jährlichen Gesprächen mit Oberbürgermeister Kessel  aktuelle Anliegen aus den Reihen der Seniorinnen und Senioren ein und führte Gespräche mit dem Sozialdezernenten Waldemar Herder und dem Behindertenbeirat.


    Wie geht es weiter?

    Der Nachmittag war geprägt von einer lebhaften Diskussion über die Struktur und die Schwerpunkte der Weiterarbeit. Am Ende entschieden sich die Anwesenden dafür, die vorhandenen Arbeitsgemeinschaften zu den Schwerpunkten Öffentlichkeitsarbeit, Sicherheit und Mobilität fortzuführen. Aufgrund der aktuellen Situation wird es eine weitere Arbeitsgemeinschaft zum Schwerpunktthema Gesundheit geben. Selbstverständlich können aktuelle Projekte des Seniorenbeirats dazu kommen. So haben Mitglieder des Seniorenbeirats begonnen, bei der Erstellung des Hitzeaktionsplans für die Stadt Worms mitzuwirken.


    Vorgenommen haben sich die anwesenden Beiratsmitglieder sobald als möglich verstärkt in der Öffentlichkeit präsent zu sein und auch Aktionen durchzuführen: Geplant ist, mit dem vorhandenem Flyer zum Thema "Kauf von Fahrkarten" am Fahrkartenautomaten zu üben, ebenso steht ein Training unter dem Motto "Einsteigen mit Rollator in Bus und Bahn" auf dem Plan. Geplant sind auch Gespräche mit den Dezernenten und Dezernentinnen der Stadt Worms sowie eine Zusammenarbeit mit der Volkshochschule.


    Am Ende waren sich die anwesenden Mitglieder des Seniorenbeirates einig: "Wir wollen uns noch aktiver einbringen, damit wir von den Wormserinnen und Wormser über 60  wahrgenommen werden!"

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