
Dr. Matthias Kögel, Leitender Oberarzt der Klinik für Gynäkologe und Geburtshilfe am Klinikum Worms, hat den Pinkpaddlerinnen des Faltbootclubs Worms eine Spende in Höhe von 250 Euro übergeben.
Hierbei handelt es sich um das Preisgeld des Wissenschaftspreises, den Dr. Kögel auf dem vergangenen Rheinland-Pfälzischen Gynäkologentag für seine Arbeit über die Bedeutung der Roboter-assistierten endoskopischen Chirurgie in der gynäkologischen Krebsmedizin erhalten hatte.
Die ursprünglich aus Kanada stammende Initiative „Die Pinkpaddlerinnen – Paddeln gegen Brustkrebs“ gibt es seit 2010 in Deutschland – und seit 2016 auch hier in Worms.
„Die Initiative richtet sich hauptsächlich an Frauen und Männer mit Brustkrebs, aber auch anderen Krebserkrankungen“, erklärt Ingeborg Zielke, die Vorsitzende des Fördervereins des Faltbootclubs Worms e.V. ist.
„Unser Ziel war es ein sportliches Angebot für Frauen mit Brustkrebs zu schaffen, um durch das gemeinsame Paddeln im Drachenboot den Kopf freizubekommen und den Heilungsprozess zu steigern.“
Mittlerweile ist eine Gruppe von rund 20 Frauen zusammengekommen, die einmal pro Woche unter spezieller Anleitung von Trainer Carsten Boller gemeinsam paddelt.
Keine Altersgrenze
Dass das Paddeln im Drachenboot den Patientinnen gut tut, davon ist auch Dr. Kögel überzeugt: „Der gemeinsame Sport im Drachenboot tut nicht nur der Seele gut, sondern ist auch aus medizinischer Sicht sehr sinnvoll: Die Paddelbewegungen sind, anders als etwa beim Laufen oder anderen Sportarten, sehr schonend.
Die speziellen Bewegungsabläufe beim Paddeln fördern außerdem die Rückbildung von Lymphödemen. Auch eine Altersgrenze gibt es nicht. Bei unseren Wormser Drachenbootdamen paddeln sogar 80-jährige mit.“
"Kriemhild wurde zerstört"
Die Spende können die Pinkpaddlerinnen des Wormser Faltbootclubs aktuell sehr gut gebrauchen, denn ihr Drachenboot „Kriemhild“ ist Ende vergangenen Jahres zerstört worden und nicht mehr einsatzbereit. „Ich erinnere mich noch ganz genau, wie ich am Morgen des 29. Oktober 2017 den Anruf bekam, dass unsere ‚Kriemhild‘ mit Totalschaden am Ufer des Floßhafens treiben würde.
Ob es nun der Sturm oder ein rücksichtsloser Rheinschiffer war, der unser Drachenboot beschädigt hat, lies sich im Nachhinein nicht mehr feststellen“, so Zielke. „Sicher ist aber, dass wir bis zum Start der neuen Paddelsaison im April dringend ein neues Boot für unsere Pinkpaddlerinnen benötigen.“ Da selbst ein gebrauchtes Drachenboot mindestens mit 7.000 Euro zu Buche schlägt, sind die Paddlerinnen über die Spende von Dr. Kögel sehr dankbar und hoffen natürlich auf möglichst viele Nachahmer.
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