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  • Mo., 25. April 2016, 10:03 Uhr
    Hollyworms: Große Vielfalt beim 4. Lange Wormser Kurzfilmtag im Mozartsaal

    Witzig, irritierend, nachdenklich, historisch, offen

    Die Talkrunde bei der 4. langen Kurzfilmnacht diskutierte über Hintergründe der gezeigten Werke. Pascal Flörks, Susi-Eva Maria Herzberger, Benjamin Martins, Volker Heymann und Moderatorin Yvonne Davy (von links). Foto: Karolina Krüger


    VON KAROLINA KRÜGER Am Samstagabend kamen die Freunde des Kurzfilms im Wormser schon zum 4. Mal auf ihre Kosten. Aus 80 Werken hatten die Verantwortlichen 28 mehrfach ausgezeichnete Kurzfilme aller Genres, die die Berliner Filmagentur „augundohr medien“ zur Verfügung stellte, ausgesucht und zeigten sie in drei Blöcken. Große Aufmerksamkeit bekamen bei vollem Haus die ersten acht Streifen im ersten Block, denen fünf Filme der Talkrunden-Teilnehmer folgten. In der Talkrunde plauderte Journalistin und Moderatorin Yvonne Davy mit dem in Worms geborenen Pascal Flörks, Susi-Eva Maria Herzberger, Benjamin Martins und Volker Heymann.

    In seinem ersten Film „Bär“ erzählt Flörks mittels aufgenommener und animierter Fotokollagen, in denen ein Bär die Person seines Großvaters verkörpert aus dessen Leben. Auf die Frage aus dem Publikum, warum der Bär seinen Opa symbolisieren solle, erklärte er, dass der Bär eine gewisse Zwiespältigkeit ausdrücke. Auf der einen Seite sei der Bär ein schönes, aber gefährliches Raubtier, auf der anderen Seite erfülle der Teddybär das Klischee eines Schmusetiers, das fast jeder als Kind besessen habe.

    Susi-Eva Maria Herzberger und Benjamin Martins spielten in ihrem gemeinsam produzierten Film „Don‘t shoot me, Mr. Taliban“ mit den Vorurteilen, die uns, insbesondere auch in den sozialen Netzwerken, täglich begegnen. Zwei kleine Episoden von Volker Heymann, in denen es um Satire, Sprache und ihre Wirkung, Rhythmus und Elemente des Rapp ging, setzten einen erfrischenden Akzent und erinnerten Moderatorin Yvonne Davy an Werke des unvergessenen Loriot. Leider blieben für die letzten, nach 22 Uhr gezeigten 15 Kurzfilme, kaum noch Besucher im Mozartsaal, der sich schon zur Talkrunde deutlich geleert hatte.

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